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Schwalbach/Rom
Schwalbacher Messdiener stellen Fragen zu Missbrauch

Schwalbach/Rom. (ine) So etwas dürfte dem Heiligen Vater in Rom noch selten in den Vatikan geflattert sein: Die Messdiener der Schwalbacher Pfarrei Heilig Kreuz lassen das katholische Kirchenoberhaupt in einem Brief an den „lieben Papst Franziskus“ wissen, dass sie sich nach intensiver Diskussion über das päpstliche „Schreiben an das Volk Gottes zum Missbrauch in der katholischen Kirche“ relevante Fragen stellen und „eine Antwort Ihrerseits, die uns in unseren Überlegungen voranbringt“ erhoffen.

Zum einen gehe es darum, was Franziskus mit „Gewissensmissbrauch“ meint: „Wessen Gewissen wird missbraucht? Das der Opfer? Oder das der Mittäter, deren Schuld im Schweigen besteht?“ Ferner wünschen sich die jungen Kirchendiener „konkrete Handlungsanweisungen“ jenseits von Gebet und Fasten, um das „schon entstandene Leid zu kompensieren und ein wirkliches Zeichen der Umkehr zu setzen“. Herausfordernde Fragen, auf deren Antwort in Schwalbach nun mit Hochspannung gewartet wird.