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| 20:12 Uhr

Papst geht auf Muslime und Juden zu

Amman. Papst Benedikt XVI. hat in Jordanien für einen Dialog von Christen und Muslimen und für den Abbau von Spannungen geworben. Bei seinem dreitägigen Pilger-Besuch übermittelte er der muslimischen Welt eine Botschaft der Öffnung und der Versöhnung

Amman. Papst Benedikt XVI. hat in Jordanien für einen Dialog von Christen und Muslimen und für den Abbau von Spannungen geworben. Bei seinem dreitägigen Pilger-Besuch übermittelte er der muslimischen Welt eine Botschaft der Öffnung und der Versöhnung. Was es an Spaltungen zwischen den Anhängern verschiedener Religionen gegeben habe, könne leider nicht geleugnet werden, sagte er am Samstag in Amman nach einem Besuch in der Grabmoschee des ehemaligen Königs Hussein. Auch Christen und Juden sollten zusammen für den Frieden in der Welt wirken, erklärte Benedikt an der Moses-Basilika auf dem Berg Nebo in Jordanien. Der Oberhirte sprach von dem "unzertrennlichen Band zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk", wie es die Pilger-Tradition zu den Heiligen Stätten bezeuge. "Muslime und Christen müssen heute, eben wegen der Bürde der so häufig von Missverständnis geprägten gemeinsamen Geschichte danach streben, als nach den Geboten lebende Gläubige gesehen und erkannt zu werden", sagte Benedikt vor muslimischen Religionsführern, Rektoren und Diplomaten. "Oft ist es ideologische Manipulation der Religion, die, manchmal mit politischen Zielen, wahrer Auslöser von Spannung und Spaltung ist, mitunter selbst für Gewalt in der Gesellschaft", so Benedikt. Dagegen könnten Christen und Muslime die Herausforderung anpacken, "gemeinsam alles zu suchen, was gerecht und richtig ist". Vor Zehntausenden von Gläubigen machte Benedikt den Christen während einer Messe im Internationalen Stadion von Amman Mut, trotz ihrer schwierigen Lage als verschwindend kleine Minderheit dort zu bleiben und zu helfen, eine friedliche Zukunft in dem muslimischen Land aufzubauen. Der Papst trug den Gläubigen auch auf, sich für die Würde der Frauen einzusetzen und so zu einer "Zivilisation der Liebe" beizutragen. Heute reist der Papst nach Israel weiter. In Jerusalem besucht er am Abend die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem und hält dort eine Rede. Dieser Besuch zählt zu den heiklen Höhepunkten seiner einwöchigen Reise ins Heilige Land. dpa

HintergrundUS-Präsident Barack Obama wird sich am 4. Juni bei einem Besuch in Ägypten in einer Grundsatzrede an die muslimische Welt wenden. Obama wolle den Muslimen zeigen, "wie wir zusammenarbeiten können, um Schutz und Sicherheit und das künftige Wohlergehen der Kinder dieses Landes und der muslimischen Welt zu gewährleisten", teilte das Weiße Haus in Washington mit. dpa