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Nach Ausschreitungen am 1. Mai: Polizei fordert "Null Toleranz"

Berlin. Nach den stundenlangen Straßenschlachten zum 1. Mai in Berlin und Hamburg werden die Forderungen nach einem härteren Durchgreifen des Staates lauter. Polizeigewerkschaft und Politiker sahen am Wochenende die Deeskalationsstrategie als gescheitert an und forderten, künftig wie in anderen Bundesländern auf "Null-Toleranz" zu setzen

Berlin. Nach den stundenlangen Straßenschlachten zum 1. Mai in Berlin und Hamburg werden die Forderungen nach einem härteren Durchgreifen des Staates lauter. Polizeigewerkschaft und Politiker sahen am Wochenende die Deeskalationsstrategie als gescheitert an und forderten, künftig wie in anderen Bundesländern auf "Null-Toleranz" zu setzen. In Berlin gab es 273 verletzte Polizisten und 289 Festnahmen, in Hamburg wurden sechs Beamte verletzt und 23 Personen festgenommen. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) musste eingestehen, dass es die massivsten Ausschreitungen seit Jahren gegeben habe. Allerdings stieß sein Vergleich mit Sexualstraftätern auf scharfen Widerspruch. Körting hatte gesagt: "Das ist wie bei Sexualdelikten: Ist die Frau erst mal ausgezogen und vergewaltigt, dann fällt es anderen leichter, auch mitzumachen." Körting hat inzwischen seine Äußerung zurückgenommen: "Der Vergleich ist schief", stellte der Politiker gestern klar. ddp