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EVP-Kandidatur
Europa mit Fragezeichen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Wenn Europas Christdemokraten ihren Spitzenkandidaten bestimmt haben, wird es beginnen: das Ringen um die Stimmen von mehr als 300 Millionen Wahlberechtigten in dann 27 Mitgliedstaaten. Dabei ist heute noch nicht mal absehbar, in welchem Zustand die EU zum Wahltermin Ende Mai sein wird. Von Detlef Drewes

Der Brexit Ende März kann sie im schlechtesten Fall ins Chaos stürzen. Noch ist unklar, welche Wunden der Konflikt mit der italienischen Regierung schlagen wird. Beim gemeinsamen Asylrecht tritt man immer noch auf der Stelle – immer mehr Regierungen bereiten eine Trendwende zu einer neuen Solidarität vor, die mit dem ursprünglichen Sinn wenig zu tun hat. Kurzum: Die Europäer werden ein neues Parlament zusammensetzen und womöglich auch über einen neuen Kommissionspräsidenten abstimmen, während die Union selbst angeschlagen ist. Und sicher keine politischen Experimente wie die weitere Stärkung der Ränder gebrauchen kann.