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Der Fall Maaßen und die SPD
Der CSU-Fuchs hat die SPD-Novizin ausgestrickst

FOTO: SZ / Robby Lorenz
So schnell geht das in der Politik. Was eben noch auf Betreiben einer hartnäckigen SPD eine Krise des Innenministers und auch der Kanzlerin gewesen ist, kommt wie ein Bumerang zu den Genossen zurück. Von Hagen Strauss

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen muss seinen Sessel zwar (irgendwann) räumen. Das hat die SPD erreicht. Doch er fällt nach oben. Pech gehabt, Genossen. Der alte Fuchs Horst Seehofer hat die Novizin Andrea Nahles mal eben gekonnt ausgetrickst, indem er sich konsequent ans Dienstherrenprinzip gehalten und auf seine Zuständigkeiten gepocht hat. Da musste auch die Kanzlerin kapitulieren, um ihre Kanzlerschaft nicht zu gefährden. Nun steht die SPD ziemlich belämmert da. Sie hat sich bei einer Personalie verkämpft, aber am Ende nur einen halben Erfolg erzielt, der auch nur schwer vermittelbar ist. Die Bürger wundern sich – und viele Genossen gleich mit.


Die Vorsitzende Nahles wird in den nächsten Tagen einiges zu erklären haben. Dass die Groko-Gegner nun einen zweiten Frühling verspüren, verwundert nicht. Für sie ist das Bündnis die Mutter aller politischen SPD-Probleme. Doch so einfach ist es halt auch nicht.