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Audi-Chef in U-Haft
Eine neue Skandal-Dimension

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Die Verhaftung von Audi-Chef Rupert Stadler gibt der Diesel-Affäre eine neue Dimension: Das ist Kriminalität, schwere Wirtschaftskriminalität. Es geht nicht etwa um ein paar kleine, technologische Mogeleien. Von Werner Kolhoff

Es geht um den Verdacht der Marktmanipulation zum Schaden der eigenen Aktionäre, um Massenbetrug an hunderttausenden Käufern, um den wissentlichen Verstoß gegen Umweltregeln und um die gesundheitliche Beeinträchtigung von Bürgern. Das alles sind keine Peanuts, um ein Lieblingswort aus Manager-Kreisen zu gebrauchen. Trotz aller Unschuldsvermutung, die auch im Fall Stadler gelten muss: Eine Verhaftung wegen Verdunkelungsgefahr ist mehr als ein bloßer Verdacht. Es bedeutet, dass dieser Verdacht gerichtlich geprüft und nicht unbegründet ist. Zu hoffen ist, dass die Politik diesen Schuss endlich hört. Bisher hat sie so getan, als sei der Dieselskandal ein Ausrutscher. Keine Blaue Plakette, keine Fahrverbote, keine Pflicht zur Nachrüstung. Diese Milde hat die Autobranche nicht verdient.