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Klima-Pläne der EU
Ein neuer Anlauf

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der Abschied von der Glühbirne ist längst geschafft. Wasserkocher, Fernseher und Staubsauger wurden auf Sparflamme reduziert. Europa hat beim Klimaschutz einen Ehrgeiz an den Tag gelegt, der weltweit Beachtung fand. Von Detlef Drewes

Doch der Schwung ist dahin. Spätestens seit der Ankündigung des US-Präsidenten, aus dem Pariser Abkommen auszusteigen, mit dem die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll, sind die Bemühungen ins Stocken geraten.


Nun will die EU den Prozess wieder in Gang bringen. Das erscheint durchaus richtig. Der Rekordsommer mit Dürre, Wassermangel und Ernteschäden schafft eine Atmosphäre, in der weitere Runden beim Energiesparen günstig erscheinen. Dabei schlägt der Klimakommissar nicht mal tiefgreifende Reduzierungen vor. Er hat nur zusammengerechnet, was leicht machbar wäre, würden jüngste Beschlüsse umgesetzt. In Brüssel weiß man, wie schwer das wird. Denn Bürger und Politiker sind stets bereit, immer ehrgeizigere Vorgaben für Europa zu beschließen. Strittig wird es erst, wenn die nationalen Anteile in Gesetze gegossen werden sollen. So kommt man natürlich nicht weiter.