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Sozialer Arbeitsmarkt
Ein erster Schritt

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Idee ist gut. Wer auf dem „normalen“ Arbeitsmarkt ohne Hilfe keinen Job findet – weil er älter ist, krank, ein Handicap hat, keinen ausreichenden Abschluss oder lange den Anschluss verloren – bekommt einen sinnvollen Job, den der Staat finanziert. Das ist keine Sackgasse, sondern allemal besser, als das gleiche Geld monatlich als Hartz-IV-Stütze auszuzahlen. Der Steuerzahler hat keine Zusatzkosten, die Betroffenen fühlen sich gebraucht, die Arbeitgeber können durch die Zuschüsse wieder anbieten, was vielerorts fehlt, gerade im sozialen Bereich. Dass die Idee klappt, haben frühere Modelle wie die Bürgerarbeit gezeigt. Von Frauke Scholl
Frauke Scholl

Aber dann liefen sie aus. Scheiterten, am Willen oder Geld. Darum ist der große Wurf der Groko nur einer, wenn er zur langfristigen Strategie wird. Das ist die Aufgabe, die dem ersten Schritt folgen muss.