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Massive Kritik an Koalitionsplänen für schärferes Waffenrecht

Berlin. Die große Koalition hält trotz massiver Kritik an ihren Plänen für ein neues Waffenrecht fest. Vertreter von Union und SPD hatten sich unter anderem darauf geeinigt, die Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen von 14 auf 18 Jahre zu erhöhen. Auch sollen die Behörden künftig unangemeldet Waffenbesitzer überprüfen können

Berlin. Die große Koalition hält trotz massiver Kritik an ihren Plänen für ein neues Waffenrecht fest. Vertreter von Union und SPD hatten sich unter anderem darauf geeinigt, die Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen von 14 auf 18 Jahre zu erhöhen. Auch sollen die Behörden künftig unangemeldet Waffenbesitzer überprüfen können. Bisher regelt das Gesetz nur eine Prüfung nach drei Jahren. Es gehe dabei darum festzustellen, ob Waffen sicher aufbewahrt würden, sagte Unions-Fraktionsvize Wolfgang (CDU) gestern. Der FDP gehen die geplanten Regelungen zu weit: "Verdachtsunabhängige Kontrollen bei rechtstreuen Jägern und Sportschützen sind völlig überzogen", sagte Andreas Fischer, innenpolitischer Sprecher der bayerischen FDP-Landtagsfraktion. Grünen-Chefin Claudia Roth geht der Kompromiss dagegen nicht weit genug. Die Bundesregierung versuche, sich mit einer durchsichtigen "Placebo-Reform" an der notwendigen Verschärfung des Waffenrechts vorbeizuschmuggeln, so Roth. Auch die Linke hält die Pläne für zu lasch. ddp