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Länder fordern vom Bund mehr Geld für Flüchtlinge

Brüssel. Die Bundesländer stellen sich auf weiter steigende Flüchtlingszahlen ein. "Wir gehen davon aus, dass die Zahl von 350 000 deutlich überschritten wird", sagte der Rheinland-Pfälzer Roger Lewentz (SPD ) als Vorsitzender der Innenministerkonferenz, die sich gestern zur Abstimmung mit der europäischen Ebene in Brüssel traf. zie

Damit stellen sich die Bundesländer, von denen einige gar mit einem Anstieg auf 550 000 rechnen, gegen die Schätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Die Länder fordern nun eine stärkere finanzielle Beteiligung des Bundes. Sie bereiteten einen Antrag vor, den die übermorgen tagende Ministerpräsidentenkonferenz offiziell unterbreiten will: Der Bund soll die Unterbringung bezahlen, wenn die Bearbeitung des Asylantrags länger als drei Monate dauert.