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Arbeitgeber Bund
Zahl offener Stellen im öffentlichen Dienst steigt

Agentur für Arbeit in Sangerhausen: Die Zahl der unbesetzten Stellen im öffentlichen Dienst des Bundes steigt. Foto: Jan Woitas
Agentur für Arbeit in Sangerhausen: Die Zahl der unbesetzten Stellen im öffentlichen Dienst des Bundes steigt. Foto: Jan Woitas FOTO: Jan Woitas
Berlin. Die Zahl der unbesetzten Stellen im öffentlichen Dienst des Bundes ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. dpa

Mehr als 34 700 Stellen waren 2017 nicht besetzt, wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag mitteilte. Das waren rund 2000 mehr als 2016 und knapp 3500 mehr als 2015.


In mehreren Bundesländern gab es in den vergangenen Tagen Warnstreiks. Die Gewerkschaften fordern für die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat.

„Der Bund ist als Arbeitgeber offenbar immer weniger gefragt“, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Sabine Zimmermann, der Deutschen Presse-Agentur. Das hänge auch mit der Vergütung zusammen. Zudem vergrößerten unbesetzte Stellen die Arbeitslast der übrigen Beschäftigten und vergrößere den Stress. Die Pläne der großen Koalition, Investitionen des Bundes in die Bildungsinfrastruktur der Kommunen zu erlauben, griffen zu kurz.