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Kommentar zum Parteiprogramm
Bislang hilft nur die FDP den Dieselfahrern

Ein Schild mit der Aufschrift „Diesel verboten“ (Symbolfoto).
Ein Schild mit der Aufschrift „Diesel verboten“ (Symbolfoto). FOTO: dpa, wil kno
Für rund 1,3 Millionen Dieselbesitzer drohen Fahrverbote. Die FDP legt ein Programm vor, um sie zu schützen. Ein guter Ansatz, den es zu diskutieren lohnt, glaubt unser Autor. Von Thomas Reisener

Für ein Dutzend deutscher Städte sehen die Gerichte inzwischen Dieselfahrverbote vor. Die Aussichten, den Kollaps noch juristisch abzuwenden, sind schlecht. Also müssen sich jetzt 1,3 Millionen Diesel-Fahrer darauf einstellen, mit ihren Autos nicht mehr zur Arbeit zu kommen. Vielleicht auch gar nicht mehr, denn das Netz der Busse und Bahnen wird dem Ansturm nicht gewachsen sein. Das Chaos nimmt seinen Lauf.


Zu verantworten haben das Desaster betrügerische Autokonzerne und die große Koalition in Berlin, die jahrelang Zeit für Gegenmaßnahmen hatte, und keine fand. Ausbaden sollen es die Dieselfahrer.

Die FDP legt nun als erste Partei überhaupt ein konsequentes Programm zu deren Schutz vor. Man mag die ein oder andere Idee darin kritisieren. Aber die Umsetzung dieses Konzeptes einer vergleichsweise kleinen Oppositionspartei würde den Dieselfahrern mehr helfen, als alle bislang großspurig anberaumten Diesel-Gipfel zusammen.