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„Spiegel“-Bericht
Kohl stufte „blühende Landschaften“ als Fehler ein

Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl winkt im Februar 1990 während einer Wahlkampfveranstaltung in Erfurt in die Menge. Foto: Heinz Wieseler
Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl winkt im Februar 1990 während einer Wahlkampfveranstaltung in Erfurt in die Menge. Foto: Heinz Wieseler FOTO: Heinz Wieseler
Berlin. Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl hat nach dem Ende seiner Amtszeit laut einem „Spiegel“-Bericht intern zugegeben, die miserable Lage der DDR-Wirtschaft einst schöngefärbt zu haben. Sein Wahlkampfversprechen „blühender Landschaften“ im Osten sei ein „Fehler“ gewesen dpa

Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl hat nach dem Ende seiner Amtszeit laut einem „Spiegel“-Bericht intern zugegeben, die miserable Lage der DDR-Wirtschaft einst schöngefärbt zu haben. Sein Wahlkampfversprechen „blühender Landschaften“ im Osten sei ein „Fehler“ gewesen


Diese Aussage vertraute Kohl demnach Beratern an. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf das Protokoll eines Gesprächs zwischen Kohl und Beratern 1999.

Man habe absichtlich „die Negativzahlen nicht hochgespielt“, obwohl er gewusst habe, wie „marode“ die Wirtschaft im Osten gewesen sei, sagte Kohl demnach weiter. Er habe aber das Selbstwertgefühl der Ostdeutschen nicht schädigen wollen.

Fernsehansprache Kohls vom 1.7.1990