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Braunkohletagebau
Hambacher Forst: Grünen-Brandbrief an Peter Altmaier

Umweltschützer und Grünen-Politiker kämpfen um den uralter Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen, den der Energiekonzern teilweise roden will (Archiv).
Umweltschützer und Grünen-Politiker kämpfen um den uralter Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen, den der Energiekonzern teilweise roden will (Archiv). FOTO: dpa / Marius Becker
Der Hambacher Forst, ein uralter Eichenwald in Nordrhein-Westfalen, ist heftig umkämpft. Der Energiekonzern RWE will ihn ab Oktober roden, um den weiteren Braunkohleabbau unterhalb des Waldes vorzubereiten. Umweltschützer kämpfen seit Jahren um den Erhalt des Waldes. Jetzt haben die Grünen einen Brandbrief an zwei Bundesminister geschrieben. Von Birgit Marschall

Die Grünen-Fraktionsspitze hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) in einem Brandbrief aufgefordert, beim Energiekonzern RWE und der NRW-Landesregierung gegen die geplante Rodung des Hambacher Forstes direkt zu intervenieren. „Wenn Sie als die zuständigen Minister die Arbeit der Kohlekommission ernst nehmen, dann ist es jetzt an der Zeit, sich in der RWE-Leitung sowie bei der Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass im Hambacher Wald die Kettensägen ausgeschaltet bleiben“, heißt es in dem Schreiben von Fraktionschef Anton Hofreiter und Fraktionsvize Oliver Krischer an Altmaier und Schulze. „Wir bitten Sie dringend, entsprechende Gespräche mit Nachdruck zu führen.“


Es könne nicht sein, „dass der Wald gerodet wird, solange die Kommission arbeitet. Ein Kohlekonzern, der im Rheinland für seinen Tagebau Flüsse, Dörfer und Autobahnen wie Spielzeug verlegt, ist auch in der Lage, so zu baggern, dass der Rest des Hambacher Waldes erhalten werden kann.“ Bei den nächsten Rodungen im Hambacher Wald will RWE mehr als die Hälfte des Waldes fällen, um die Voraussetzungen für den Braunkohletagebau zu schaffen