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Debatte um Polizeivorgehen bei Demo
Dresdner Polizeipräsident hat sich offenbar bei ZDF entschuldigt

Ilka Brecht, Leiterin des ZDF-Magazins "Frontal 21", und der TV-Journalist Arndt Ginzel beantworten vor der Polizeidirektion Dresden die Fragen der Journalisten.
Ilka Brecht, Leiterin des ZDF-Magazins "Frontal 21", und der TV-Journalist Arndt Ginzel beantworten vor der Polizeidirektion Dresden die Fragen der Journalisten. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert
Horst Kretzschmar, der Dresdner Polizeipräsident, hat sich nach ZDF-Angaben für das umstrittene Vorgehen von Polizisten gegen ein Team des Senders entschuldigt.

Die Polizei habe eingeräumt, dass das „Frontal 21“-Team viel zu lange festgehalten wurde, teilte das ZDF am Freitag nach einem Gespräch mit Kretzschmar in Dresden mit. Der Vorgang solle nach Darstellung der Polizei gründlich nachgearbeitet werden und die bisherige Darstellung entsprechend korrigiert werden.


An dem knapp zweistündigen Treffen nahmen für das ZDF die „Frontal 21“-Moderatorin Ilka Brecht, der Reporter Arndt Ginzel und ein Justiziar teil. Eine gemeinsame mündliche Stellungnahme nach dem Gespräch lehnte ein Polizeisprecher ab, verwies aber auf eine spätere schriftliche Pressemitteilung.

Hintergrund des Treffens waren die Vorkommnisse bei einer „Pegida“-Demonstration, bei der das ZDF-Team in seiner Arbeit für das Magazin „Frontal 21“ behindert wurde. Ein „Pegida“-Demonstrant hatte sich am Rande eines Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag vergangener Woche in Dresden massiv bei einem Kameramann beschwert, der aus seiner Sicht widerrechtlich sein Gesicht gefilmt habe. Daraus ergab sich ein Polizeieinsatz, bei dem das Team, einer von ihnen der Reporter Ginzel, nach eigenen Angaben rund 45 Minuten lang festgehalten wurde.



(felt/hebu/epd/dpa)