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Bericht zu Bamf-Vereinbarungen
Jede zweite Gemeinde missachtet Regeln bei Kirchenasyl

Die Hälfte aller Kirchen, die Migranten aufnehmen, halten sich offenbar nicht an die Vereinbarungen mit den Behörden. Nur jeder zweite Fall wird einem Bericht zufolge dem Bundesamt gemeldet.

Rund die Hälfte der Kirchengemeinden missachtet nach Einschätzung der katholischen Kirche beim sogenannten Kirchenasyl die mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) vereinbarten Regeln. 2017 sei nur in etwa der Hälfte aller Kirchenasylfälle ein Dossier bei der Behörde eingereicht worden, sagte der Leiter des Berliner Büros der Deutschen Bischofskonferenz, Prälat Karl Jüsten, der Zeitung "Die Welt".


Damit verstießen die Gemeinden gegen die Vereinbarungen zwischen den großen Kirchen und dem Bamf. Zur Konfession der Kirchengemeinden machte Jüsten keine näheren Angaben. Zu den Vereinbarungen zählt, dass die Behörden über jeden einzelnen Fall informiert werden.

Dass die Bedingungen von vielen Gemeinden nicht eingehalten werden, geht laut "Welt" auch aus Angaben des niedersächsischen Innenministeriums hervor. Die Behörde verfügt demnach über ähnliche Zahlen wie die katholische Kirche.



(juju/AFP)