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Übergriffe auf Migranten
Ermittlungen nach rechten Protesten in Chemnitz

Polizisten stehen in der Chemnitzer Innenstadt vor dem Karl-Marx-Monument.
Polizisten stehen in der Chemnitzer Innenstadt vor dem Karl-Marx-Monument. FOTO: dpa / Sebastian Willnow
Am Sonntagnachmittag hatten sich rund 800 Menschen in der Chemnitzer Innenstadt versammelt. Unter ihnen waren auch gewaltbereite Rechte, die gegen Ausländerkriminalität protestierten. Nun ermittelt die Polizei.

Nach dem Aufmarsch Hunderter Menschen am Sonntag in Chemnitz laufen Ermittlungen. Neue Erkenntnisse gab es am Montagmorgen zunächst nicht, wie eine Polizeisprecherin sagte. In der Nacht habe es keine weiteren Vorkommnisse gegeben.


Am Sonntagnachmittag hatten sich rund 800 Menschen in der Chemnitzer Innenstadt versammelt und in Bewegung gesetzt. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, waren unter den Demonstranten gewaltbereite Rechte, die gegen Ausländerkriminalität protestierten. Videos in sozialen Medien zeigten Übergriffe auf Migranten. Dazu konnte die Polizeisprecherin am Montag jedoch zunächst nichts sagen.

Hintergrund der Demonstration war ein tödlicher Streit in der Nacht zum Sonntag nach dem Chemnitzer Stadtfest. Ein 35-jähriger Deutscher war im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. An dem Streit waren nach ersten Ermittlungen der Polizei maximal zehn Personen mehrerer Nationalitäten beteiligt.



(mba/dpa)