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Immer noch viele Steuer-Selbstanzeigen

Berlin/Saarbrücken. Trotz einer deutlichen Verschärfung der Regeln zu Jahresbeginn gehen bei den deutschen Finanzbehörden weiter Hunderte Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern ein. Allerdings nimmt die Zahl teilweise spürbar ab, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Ländern ergab. Agentur

So zeigten sich in Nordrhein-Westfalen im Januar 932 Steuerhinterzieher selbst an - mehr als doppelt so viele wie im Dezember. Im Februar kamen 715 hinzu. Rheinland-Pfalz verzeichnete im Januar mit 712 Selbstanzeigen gar einen Rekordmonat, im Februar waren es 222. Eine Sprecherin des Finanzministeriums sagte, womöglich hätten viele Steuerpflichtige zuvor noch darauf gesetzt, "dass mit dem Jahreswechsel ein weiteres Jahr steuerlich verjährt ist".

In Baden-Württemberg zeigte sich ein anderes Bild: Hier wurden bis zum 2. März 383 Selbstanzeigen gezählt, davon gut 250 im Februar. Im Vergleich zum Jahresende 2014 ist das ein deutlicher Rückgang: Im November waren es noch rund 500, im Dezember gar mehr als 1800. Auch im Saarland flaute die Zahl der Anzeigen ab. In den ersten beiden Monaten wurden insgesamt 13 registriert, allein im Dezember waren es noch 244 gewesen.

Seit Jahresanfang bleibt Steuerbetrug nur noch bis zu einer hinterzogenen Summe von 25 000 Euro straffrei.