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Genscher warnt vor „Aufrüstung der Sprache“

Merzig. Lars Reusch

Der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP ) hat am Freitagabend in einer Rede in Merzig vor einer "Aufrüstung der Sprache" im Ukraine-Konflikt gewarnt. "Mit der Sprache des Krieges hat es immer angefangen”, sagte der 87-Jährige beim 25. Sparkassen-Forum in der Stadthalle in seinen Ausführungen zum Thema Europa. Er betonte, dass er diesen Appell in alle Richtungen und nicht allein an Russland richte. Genscher, der zwischen 1974 und 1992 Außenminister war, warnte dringend davor, Russlands Rolle in der Welt seit Ende des Kalten Krieges falsch einzuschätzen. Nur auf Augenhöhe sei eine Zusammenarbeit möglich. Genscher forderte daher ein "neues Denken" in der Außenpolitik, das auf Gleichberechtigung und Ebenbürtigkeit setzt.