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Flüchtlinge in Dresden von Pegida-Anhängern attackiert

Dresden. Nach einer Pegida-Demonstration ist es am Montagabend in Dresden zu Rangeleien um das dortige Flüchtlingscamp gekommen. Deren Unterstützer berichteten von mehr als 300 Pegida-Anhängern, die versucht hätten, das Camp auf dem Theaterplatz im Stadtzentrum anzugreifen. epd/dpa

Sie sagten außerdem, dass bei dem Angriff rassistische und nationalistische Rufe wie "Deutschland den Deutschen" und "Geht doch zurück in euer Land" zu hören gewesen seien.

Die Dresdner Polizei bestätigte, dass es nach Ende der Pegida-Veranstaltung zu wechselseitigen verbalen Provokationen mit Gegendemonstranten gekommen sei. Tätliche Auseinandersetzungen seien aber durch Polizeikräfte verhindert worden. Die Polizei war mit 312 Beamten im Einsatz, darunter auch eine Reiterstaffel. Die Anzahl Pegida-Teilnehmer schätzte die Polizei auf über 6000, deutlich mehr als vergangene Woche.

Gestern wurde das Protestlager der Flüchtlinge geräumt. Die Asylbewerber und ihre Unterstützer leisteten keinen Widerstand gegen die Aufforderung der Behörden und bauten die Zelte auch weitgehend selbst ab. Zuvor waren sie vor dem Dresdner Verwaltungsgericht mit einem Eilantrag gegen die Räumungsverfügung der Stadt gescheitert.