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Ex-Ministerinnen stellen sich gegen das Betreuungsgeld

Berlin. Die vier früheren Bundesfamilienministerinnen Rita Süssmuth (CDU), Ursula Lehr (CDU), Christine Bergmann (SPD) und Renate Schmidt (SPD) haben sich in einem gemeinsamen Appell gegen das von der Regierung geplante Betreuungsgeld gewandt. "Wir melden uns zu Wort, weil wir besorgt sind", schrieben die vier Ex-Ministerinnen in der "Die Zeit"

Berlin. Die vier früheren Bundesfamilienministerinnen Rita Süssmuth (CDU), Ursula Lehr (CDU), Christine Bergmann (SPD) und Renate Schmidt (SPD) haben sich in einem gemeinsamen Appell gegen das von der Regierung geplante Betreuungsgeld gewandt. "Wir melden uns zu Wort, weil wir besorgt sind", schrieben die vier Ex-Ministerinnen in der "Die Zeit". Das Betreuungsgeld sei "strukturell unwirksam, beschämend und diskriminierend für die Frauen, denn (es) ist nicht mehr als ein monatliches Taschengeld". Es bestehe die Gefahr, dass speziell Mütter mit niedrigem Bildungsgrad ihre Kinder deswegen nicht mehr zur Kita schicken würden. "Gerade vor dem Hintergrund des absehbar unzureichenden Ausbaus der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren wäre es sinnvoller, die für das Betreuungsgeld eingeplanten Mittel in diesen Bereich zu investieren."Das Betreuungsgeld soll nach den Plänen der schwarz-gelben Koalition im September endgültig vom Bundestag beschlossen werden. Vorgesehen ist, dass Eltern, die ihre Kinder im zweiten Lebensjahr nicht in einer öffentlichen Kita betreuen lassen, ab kommendem Jahr 100 Euro pro Monat erhalten. 2014 soll die Leistung auf 150 Euro erhöht und auf Kinder im dritten Lebensjahr ausgeweitet werden. afp