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Ex-Ghostwriter droht neue Niederlage gegen Altkanzler Kohl

Köln. Agentur

Helmut Kohls ehemaliger Memoiren-Autor Heribert Schwan steuert in seinem Rechtsstreit mit dem Altkanzler auf eine neue Niederlage zu. Das Oberlandesgericht Köln deutete gestern an, dass es die Veröffentlichung von brisanten Kohl-Zitaten in Schwans Bestseller "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" ebenfalls für nicht rechtmäßig hält. In erster Instanz hatte das Landgericht Köln entschieden, dass das Buch nicht weiter ausgeliefert werden darf. Die Zitate stammen aus über zehn Jahre alten Gesprächen, die Kohl mit Schwan geführt hatte, damit dieser als Ghostwriter seine Memoiren abfassen konnte. In diesem Arbeitsverhältnis sei Schwan eine Art "Zuarbeiter" gewesen, meint das Gericht. Die Entscheidung darüber, was letztlich veröffentlicht werden sollte, habe allein bei Kohl gelegen. Eine endgültige Entscheidung traf das Gericht aber noch nicht.