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Bundeswehr tötete mindestens zwei Aufständische in Afghanistan

Berlin/Kabul. Bei Kämpfen in Afghanistan haben Bundeswehrsoldaten mindestens zwei Angreifer getötet. Die Auseinandersetzungen in der vergangenen Woche seien eine gemeinsame Aktion von Bundeswehr, afghanischer Polizei und afghanischer Armee gewesen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, gestern in Berlin

Berlin/Kabul. Bei Kämpfen in Afghanistan haben Bundeswehrsoldaten mindestens zwei Angreifer getötet. Die Auseinandersetzungen in der vergangenen Woche seien eine gemeinsame Aktion von Bundeswehr, afghanischer Polizei und afghanischer Armee gewesen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, gestern in Berlin. Die Bundeswehr kündigte einen verstärkten Einsatz in der Region um die nordafghanische Stadt Kundus an. Bei den Gefechten am vergangenen Donnerstag seien insgesamt sieben Angreifer getötet und 14 weitere verletzt worden, sagte Raabe. Er wies darauf hin, dass es zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr dazu gehöre, "dass auch solche Situationen entstehen". Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen der Todesfälle waren seinen Angaben nach zunächst nicht bekannt. Die Bedrohungslage in Afghanistan habe sich verschärft, sagte der deutsche Brigadegeneral Jörg Vollmer dem Internet-Portal der "Bild"-Zeitung. Der General kündigte einen verstärkten Einsatz gegen die Aufständischen in der Region an. "Wir werden mit allen Kräften, die wir zur Verfügung haben, unseren Schwerpunkt in Kundus noch weiter verstärken. Wir lassen unsere Kameraden da nicht allein", sagte Vollmer. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Rainer Arnold, sagte dem Deutschlandradio Kultur: "In der Region Kundus haben wir inzwischen organisierte militärische Gefechte. Das ist eine neue Situation." afp