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Bürgerrechtler distanzieren sich von „Pegida“-Bewegung

Dresden. dpa/epd

Mehr als 50 ehemalige DDR-Bürgerrechtler haben die antiislamische "Pegida"-Bewegung und deren Bezug auf die Losung "Wir sind das Volk" scharf kritisiert. Dieser Ruf habe seinerzeit für Freiheit, Toleranz und Weltoffenheit gestanden, teilten die einstigen Akteure des friedlichen Wandels in der DDR gestern mit. "Ihr sprecht nicht für '89, ihr sprecht für keine Freiheitsbewegung, ihr seid deren Schande", heißt es am Schluss der Erklärung. Statt der Slogans von 1989 "Visafrei bis Hawaii" und "Die Mauer muss weg" fordere "Pegida" im Grunde "Visa frei nur für uns" und "Die Mauer muss her am Mittelmeer".

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister kritisierte derweil scharf das Singen von Weihnachtsliedern bei der islamfeindlichen "Pegida"-Demonstration in Dresden . Das sei "zutiefst geschmacklos", sagte Meister gestern.