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Lammert sorgt sich um Ansehen des Parlaments – eigene Fehler in „Montblanc-Affäre

Berlin/Saarbrücken. Angesichts des Falls der SPD-Abgeordneten Petra Hinz sowie der so genannten Montblanc-Affäre sorgt sich Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) um den Ruf des Parlaments. Stefan Vetter

Lammert sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag-Ausgabe): "Dass solche Vorgänge nicht zur Festigung unseres Ansehens in der Bevölkerung beitragen, liegt auf der Hand".

In der "Montblanc-Affäre" um die Anschaffung teurer Luxus-Füller auf Steuerzahlerkosten durch Abgeordnete räumte Lammert zugleich eigene Fehler ein: "Ich muss mir den Schuh anziehen, auch wenn ich den Füller gar nicht selbst bestellt habe". Nach Darstellung des Bundestagspräsidenten wickeln die Büromitarbeiter die Bestellungen für die Abgeordneten über ein so genanntes Sachleistungskonto ab. "Wie sie damit konkret umgehen, wissen viele Abgeordnete oftmals nicht."

Lammert sagte weiter, er habe sich erfolgreich dafür eingesetzt, auf die Bestellung solcher hochpreisigen Artikel zu verzichten. "Offensichtlich müssen wir auch die Bestellpraxis grundlegend ändern".