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Nach Festnahme
Kreml-Kritiker Nawalny erneut zu 30 Tagen Haft verurteilt

Alexej Nawalny (Archivbild).
Alexej Nawalny (Archivbild). FOTO: dpa, ms pro tba
Die russische Polizei hat am Samstag erneut den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny festgenommen. Nun wurde er zu 30 Tagen Haft verurteilt.

Das Moskauer Gericht begründete die Strafe am Montag damit, dass Nawalny abermals zu nicht genehmigten Demonstrationen aufgerufen habe und in dieser Hinsicht ein Wiederholungstäter sei.


Die russische Polizei hatte den Kreml-Kritiker am Samstag festgenommen. Nawalny ist vor seinem Haus abgeführt und ins Moskauer Polizeirevier Danilowski gebracht worden. Das hatte seine Sprecherin Kira Jarmisch über Twitter mitgeteilt. "Wahrscheinlich" gehe es um seine Protestaufrufe gegen die geplante Rentenreform, sagte Jarmisch dem Radiosender Moskauer Echo.

Wenige Stunden zuvor hatte der 42-jährige Nawalny einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem er zu Protesten für den 9. September aufrief. Diese würden in Moskau und in fast hundert weiteren Städten stattfinden, schrieb er. Die geplante Rentenanhebung ist in großen Teilen der Bevölkerung äußerst unbeliebt.



 Der Kreml-Kritiker Nawalny saß wegen seiner politischen Aktivitäten bereits mehrfach im Gefängnis. Zuletzt war er Mitte Juni nach 30-tägiger Haft freigelassen worden. Zu der Strafe war er wegen der Proteste gegen die neuerliche Vereidigung von Präsident Wladimir Putin verurteilt worden.

Unter dem Motto "Nicht mein Zar" hatte Nawalny am 5. Mai, kurz vor der Vereidigung, zu landesweiten Protesten aufgerufen. Tausende Menschen folgten dem Aufruf und gingen in zahlreichen Städten auf die Straße.

(Ubg/Afp/felt)