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Schutz durch 20 Fachfremde
Mexikos designierter Präsident verzichtet auf bewaffnetes Sicherheitsteam

Andrés Manuel López Obrador übernimmt am 1. Dezember das Amt als mexikanischer Präsident. Der 64-Jährige verzichtet allerdings auf Personenschutz durch eine staatliche Garde.

Mexikos künftiger Präsident möchte auf ein bewaffnetes staatliches Sicherheitsteam zu seinem persönlichen Schutz verzichten. Er werde von einer Gruppe aus zehn Männern und zehn Frauen beschützt, erklärte Andrés Manuel López Obrador am Donnerstag (Ortszeit). Diese sind jedoch Anwälte, Mediziner, Ingenieure und weitere Fachkräfte. Waffen werden sie laut dem 64-Jährigen nicht tragen; das Team solle aber Schulungen zu Sicherheitsthemen besuchen. López Obrador verzichtet damit auf Schutz der staatlichen Präsidentengarde.


Der Politiker hatte bereits in seiner Zeit als Bürgermeister von Mexiko-Stadt (2000-2005) eine außergewöhnliche Sicherheitsstaffel: Er ließ sich von einer Gruppe Polizistinnen in Zivil bewachen. Das Sicherheitsteam war als „Las Gacelas“ (deutsch: „Die Gazellen“) bekannt. Kurz nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl Anfang Juli hatte López Obrador in Erwägung gezogen, auf Personenschützer komplett zu verzichten.

Andrés Manuel López Obrador war etwa fünf Wochen nach der Abstimmung offiziell als Sieger der mexikanischen Präsidentenwahl bestätigt worden. Der Links-Politiker habe mit rund 53 Prozent die meisten Stimmen erhalten, teilte der Wahlrat des lateinamerikanischen Landes am Mittwoch mit. Damit begann auch offiziell der Übergangsprozess von der derzeitigen Regierung unter Enrique Peña Nieto zur Amtsübernahme López Obradors am 1. Dezember.



(mba/dpa)