Rosenkönigin zieht Bilanz „Eine Bereicherung fürs Leben!“

Zweibrücken · Vier Jahre lang repräsentierte Annika Allgeier als Zweibrücker Rosenkönigin die Stadt. Eine schöne Aufgabe, die der 26-Jährigen sehr viel Freude bereitete. Im Merkur-Gespräch erzählt sie von dieser aufregenden Zeit und von ihren Zukunftsplänen.

Rosenkönigin Annika I. bei der Arbeit in der Fußgängerzone.

Rosenkönigin Annika I. bei der Arbeit in der Fußgängerzone.

Foto: Citymanagement

Im Mai fällt die Entscheidung, wer Zweibrückens neue Rosenkönigin sein wird. Denn jetzt heißt es Abschied nehmen für die noch amtierende Rosenkönigin Annika Allgeier. Vier Jahre – der lange Zeitraum ist auch der Coronapandemie geschuldet – hatte die 26-Jährige das schöne Amt inne. Im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur erzählt die frischgebackene Bachelorabsolventin im Studiengang Betriebswirtschaft, was sie die letzten Jahre so erlebt hat.

„Ich durfte die Stadt Zweibrücken bei öffentlichen Events repräsentieren, das heißt, ich durfte verschiedene Veranstaltungen eröffnen wie Kunstveranstaltungen oder auch eine Pferdegala im Zweibrücker Landgestüt.“ Diese gehöre im Übrigen zu den schönsten Erlebnissen ihrer Amtszeit. „Mit Pferden habe ich eigentlich nicht so viel zu tun. Am Ende fand ich das Event so aufregend und war echt überrascht, dass es mir so gut gefallen hat“, erinnert sich die Zweibrückerin. Schön sei auch ein inoffizieller Termin in der Eishalle gewesen. „Da durfte ich spontan mit der Eismaschine mitfahren, wurde quasi kurzerhand zur Eiskönigin.“

Auch an den Herzogball erinnere sie sich gerne zurück. „Ich habe jahrelang bei Srutek getanzt und den Abend sehr genossen“, erzählt sie. Die Eröffnungsrede beim Euroclassic-Festival bescherte ihr außerdem eine Begegnung mit Kultur-Staatssekretär Jürgen Hardeck, den sie dabei gleich für eine Hausarbeit über die Digitalisierung im Kultur-Marketing interviewen konnte.

Weitere Highlights in ihrem Veranstaltungskalender seien der Rheinland-Pfalz-Tag gewesen, das Zweibrücker Halloweenspektakel, der Saarland- oder der Kindertag. „Natürlich ist es einer Rosenkönigin auch erlaubt, mal bei einem Termin nicht dabei zu sein, vor allem dann, wenn andere Verpflichtungen rufen“, verrät Annika Allgeier. „Ich habe zum Beispiel während meiner Zeit als Rosenkönigin Betriebswirtschaft studiert. Da gibt es schon mal Klausurterminen, die Vorrang haben müssen“, gesteht sie.

Was sollte die neue Rosenkönigin mitbringen? „Sie sollte auf jeden Fall Lust und Bock darauf haben, bei ganz vielen Terminen die zu sein, die vorne auf der Bühne steht; die auch kein Problem damit hat, wenn sie spontan das Mikrofon gereicht bekommt und ein paar nette Worte finden muss. Dann sind auf jeden Fall Schlagfertigkeit und Spontanität gefragt“, findet Annika Allgeier, „Außerdem Kommunikationsstärke und Offenheit.“ Und natürlich sollte die neue Rosenkönigin etwas mit Zweibrücken verbinden, damit sie auch wirklich das Feuer hat, die Stadt würdig zu vertreten. Ein besonderes Wissen über Rosen sei nicht zwingend erforderlich.

„Ich durfte auch mal zu seinem Jahresempfang oder zu einem Mundartdichter-Wettbewerb, da kann ich schon mal sagen, die haben wunderschöne Blumensträuße, die man bekommt“, erzählt die 26-Jährige. „Alles in allem kann ich sagen, dass ich super dankbar für diese letzten vier Jahre bin. Sie haben mich wirklich weitergebracht, mich noch weiter in meiner Persönlichkeit gestärkt und gefestigt. Sie haben mir wirklich geholfen, noch leichter auf andere Menschen zugehen zu können, schlagfertig zu sein, und mich schnell auf neue Situationen einstellen zu können“, resümiert sie selbstbewusst.

Spaß habe es natürlich auch gemacht: Allein schon das auslandende rote Rosenkleid, dass man als Rosenkönigin bei besonderen Veranstaltungen trägt, sei eine Wucht. „Die Leute waren mir auch immer sehr zugewandt und begeistert, wenn sie mich sahen. Hier und da gab es auch mal Autogrammwünsche“, so Annika Allgeier. Bei Veranstaltungen der Stadt, Halloween zum Beispiel oder beim Nikolaustreffen, habe sie gerne ein themenbezogenes Outfit gewählt.

Wer Lust hat, Annikas Nachfolgerin zu werden, kann sich noch bis Anfang Mai bewerben. Erste Bewerbungen liegen dem Kultur- und Verkehrsamt schon vor. „Doch je mehr sich bewerben, desto schöner ist am Ende die Auswahl“, betont Kulturamtsleiter Thilo Huble. Ein Gremium, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Kultur- und Verkehrsamtes, des Stadtmarketings, Gemeinsamhandel und natürlich des Zweibrücker Rosengartens wird am Ende die Wahl treffen.

Offizielle Inthronisierung ist dann im Rahmen der „1000 Lichter“ am 17. Juni im Rosengarten. „Für mich war dieser Tag ganz besonders“, verrät die noch amtierende Rosenkönigin. „Im Vorfeld war es super aufregend, es wurden Fotos gemacht, erste Interviews gegeben und meine Mama war ganz stolz. Ist sie bis heute“, sagt Annika. „Im Anschluss habe ich zuhause bei einer Gartenparty mit Freunden und Verwandten weitergefeiert, das war wunderbar!“

Trotz ihrer Weltgewandtheit – als 20-Jährige reiste sie ganz allein durch Australien – ist die Kunst- und Sportbegeisterte Frau durchaus bodenständig und mit ihren Zweibrücker Wurzeln verhaftet. Deshalb ließ sie sich vor langem bereits eine Rose als Symbol für die Rosenstadt tätowieren. Ihre persönliche Zukunft sieht sie nun als selbstständige Unternehmerin. Was sie sich für Zweibrücken wünscht: „Dass jemand, der die Stadt liebt, extrovertiert und kommunikativ ist, als meine Nachfolgerin diese tolle Chance ergreift. Mit der Aufgabe als Rosenkönigin kann man wachsen und sich weiterentwickeln.“

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