1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Zweibrücker OB Wosnitza in Bild am Sonntag

Wegen Corona-Zahlen : Wosnitza im Doppel-Interview

Warum sind die Corona-Zahlen in Zweibrücken nur so gut? Diese Frage hat für einige Tage bundesweit für Diskussionsstoff gesorgt. An diesem Sonntag blinzelt den Menschen zwischen Büsum und Berchtesgaden der Zweibrücker Oberbürgermeister Marold Wosnitza sogar aus der „Bild am Sonntag“ entgegen.

Da hatte man die Idee, den Verwaltungschef der Kommune mit den höchsten Corona-Werten (Landkreis Tirschenreuth in Bayern) mit dem zusammenzubringen, bei dem die Zahlen besonders niedrig sind. Besonders niedrig? Nicht am niedrigsten? Nein, diesen Rekord musste Zweibrücken wieder abgeben. Zum Redaktionsschluss der „Bild am Sonntag“ lag Zweibrücken bundesweit auf Platz zwei, nach den am Sonntag verfügbaren Zahlen des Robert-Koch-Institutes sogar nur noch auf dem dritten Rang. Neuer Primus: Schweinfurt. Inzidenzwert: 5,6. Gefolgt von Münster (11,1).

Das Doppelinterview mit Wosnitza und Landrat Roland Grillmeier füllt eine ganze Seite, wobei der CSU-Mann aus Bayern deutlich mehr Redezeit hat. Kein Wunder, schließlich muss er sich für einen Inzidenz-Wert von 351 rechtfertigen. Sein Hauptargument: Der Landkreis Tirschenreuth grenzt an Tschechien mit einer Inzidenz „direkt hinter der Grenze über 1000“. Mit diesem Problem fühle man sich von Bund und Land allein gelassen. Auch mit den Virus-Mutationen.

Marold Wosnitza darf in diesem Format den bescheidenen Gewinner geben. Er lobt die Disziplin der Zweibrücker, sagt aber auch Sätze wie „wir haben sicher auch einfach Glück, dass die Virus-Mutanten bei uns noch nicht ankamen“. Nichts, was er nicht bereits in mehreren anderen Stellungnahmen gesagt hätte – auch im Pfälzischen Merkur. Aber wenn man als Zweibrücker mal in der Bundespresse vorkommt und das Negativste ist das Foto, bei dem man wegen der Sonne die Augen zukneifen muss, kann man sich eigentlich zufrieden zurücklehnen. Zur Erinnerung: Wosnitzas Vorgänger Kurt Pirmann war in der „Bild“ mal „Kurt Wirrmann“ wegen eines von der Stadt mitverantworteten Jugendkalenders mit dem Slogan „Nüchtern cool, Saufen schwul!!“.