Sogar Lob von Bundesbildungsministerin Zweibrücker Lernprogramm überzeugt Berliner Senat

Zweibrücken/Berlin · Auf Einladung des Berliner Senats hat die Zweibrücker Bildungsexpertin Ingrid Früauf ihr Lernprogramm „Logomax“ vorgestellt. Mit vollem Erfolg. Früauf darf nun an den Schulen an der Spree „Logomax“ anbieten – auf Empfehlung des Senats.

 Ingrid Früauf mit dem von ihr entwickelten Lernprogramm „Logomax“. Das durfte sie auf Einladung des Berliner Senats vorstellen. Und überzeugte mit ihrem Vortrag. Die Zweibrückerin darf nun unter Empfehlung der Politiker den Schulen an der Spree das Lernprogramm anbieten. Früauf rechnet mit einiger Nachfrage an den hunderten Schulen dort.

Ingrid Früauf mit dem von ihr entwickelten Lernprogramm „Logomax“. Das durfte sie auf Einladung des Berliner Senats vorstellen. Und überzeugte mit ihrem Vortrag. Die Zweibrückerin darf nun unter Empfehlung der Politiker den Schulen an der Spree das Lernprogramm anbieten. Früauf rechnet mit einiger Nachfrage an den hunderten Schulen dort.

Foto: Mathias Schneck

Zweibrücken und Berlin liegen geographisch denkbar weit auseinander. Rund 800 Kilometer trennen die kleine Rosenstadt von der Hauptstadt an der Spree.

Die weite Fahrt von Südwesten gen Osten hat sich für Ingrid Früauf gelohnt. Nicht, dass die Zweibrückerin Berlin besucht hätte, um dort ein touristisches Programm zu absolvieren. Früauf reiste auf Einladung des Berliner Senats dorthin.

Die Fahrt war fruchtbringend, wie sie auf Anfrage unserer Zeitung jetzt erfreut berichtet. Sie habe ihr Lernprogramm „Logomax“ an der Spree vorstellen dürfen. Und habe damit überzeugt.

„Die Einladung nach Berlin erfolgte durch Bildungssenatorin Dr. Katharina Günther-Wünsch, das Gespräch fand bei ihrer Staatssekretärin Christina Henke statt“, nennt Früauf den Hintergrund.

Da Trommeln zum Handwerk gehört – auch in der Bildung – hatte die Zweibrückerin im Vorfeld mehrere Bundesländer angeschrieben, um diese auf ihr Lernprogramm „Logomax“ aufmerksam zu machen. Der Senat in Berlin biss an. Früauf wurde gebeten, Details vorab postalisch auf den Weg zu bringen. Nach dem Studium der Unterlagen erfolgte dann die Einladung.

„Das Treffen war im Senatsgebäude in Berlin-Mitte. Meine Präsentation dauerte rund zwei Stunden. Die Teilnehmer wollten alles von mir wissen, es kamen viele Fragen.“ Früauf überzeugte den Senat. Sie zeigte auf, dass der „Logomax“ im Deutschunterricht, gerade auch für Kinder mit Migrationshintergrund, sehr wirkungsvoll eingesetzt werden könne. Die Mittsiebzigerin umreißt im Gespräch mit dem Merkur kurz das Wesentliche: „Mit Logomaxx schreibt man auf laminierten Folien Lernwörter in Tabellenform. Das ist wichtig, weil wissenschaftlich erwiesen ist, dass alles, was in Tabellenform gehalten ist, besser in das Langzeitgedächtnis übergeht. Auch farblich ist alles unterschiedlich gehalten. Es gibt 26 Buchstaben, aber über 70 Laute. Diese können in Lautiertabellen zerlegt werden, das prägt sich alles sehr gut ein.“

Sie habe dem Senat aufzeigen können, dass die Kinder schnell Fortschritte machten beim Sprechen, Lesen und Schreiben. „Und, ganz wichtig: Die Kinder können zuhause damit sehr gut lernen. Sie sind so auf niemanden angewiesen, Denn die Eltern sprechen zuhause oft in der Muttersprache, die Kinder können sich dank Logomax alles selbst erarbeiten. In dem eigenen Tempo, nach den eigenen Anforderungen.“

Der Senat habe Früaufs Erläuterungen sehr positiv aufgenommen. „Der Senat selbst darf den Logomax nicht an den Schulen einführen, das obliegt den Schulen selbst. Aber der Senat ermunterte mich, bei den Grundschulen und auch bei den Sibuz‘ vorstellig zu werden.“ Sibuz – das steht für Förderschulen mit besonderer schulpsychologischer und inklusionspädagogischer Ausrichtung. Früauf dürfe sich bei der Bewerbung an den Schulen – es gebe in Berlin über 500 Grundschulen und rund 180 Förderschulen beziehungsweise Sibuz-Einrichtungen – ausdrücklich auf den Senat berufen.

Nicht nur das. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) habe sich zu Wort gemeldet und ihr eine besondere Empfehlung ausgesprochen. Früauf zitiert Stark-Watzinger: „Der Logomax ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Lernprogramme effizient und spielerisch zu einer großen Lernerfahrung beitragen können. Davon brauchen wir mehr. Ich werde das Programm als positives Beispiel in die Diskussion mit einbringen.“

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