Zweibrücker Künstlerin Petra Duchscherer stellt in Mörsbach aus Vielfältig und farbenprächtig

Zweibrücken · Zum ersten Mal nach der Coronapause stellt die Zweibrücker Künstlerin Petra Duchscherer wieder ihre Gemälde aus. Mit der protestantischen Kirche Mörsbach bringt sie Farbe an einen besonderen Ort. Die Vernissage ist am 5. April.

 Kräftige Farben sind das Aushängeschild von Petra Duchscherer.

Kräftige Farben sind das Aushängeschild von Petra Duchscherer.

Foto: Petra Duchscherer

Am kommenden Freitag, 5. April, wird es bunt in der protestantischen Kirche in Mörsbach. An diesem Tag nämlich wird die Ausstellung der Künstlerin Petra Duchscherer eröffnet. Und die bekannte Mörsbacher Malerin liebt es vielfältig und farbenfroh, am liebsten in kräftigen Tönen. Diese spiegeln die Lebensfreude, welche die 54-jährige Autodidaktin ausstrahlt. Sie sagt: „Ich bin gespannt, wie es wird.“ Für sie ist es die erste große Ausstellung nach der Corona-Pause und die erste in Mörsbach. Und vor allem ist es das erste Mal, dass ihre Bilder in einem Kirchenraum gezeigt werden.

Obwohl die Mörsbacher Kirche recht klein ist, hofft Petra Duchscherer, zwischen 30 und 40 Werke zeigen zu können. Sie sagt: „Vor Corona war ich voll im Flow, hatte eine Ausstellung nach der anderen, sowohl in Zweibrücken als auch in Homburg.“ Seitdem hat sie zwar regelmäßig bei „Zweibrücken kunstvoll“ mitgewirkt und ihre kleineren Bilder auch sonst in Schaufenstern präsentiert, doch jetzt kann sie auch ihre größeren, bis einmal einen Meter großen Werke, wieder ausstellen.

Petra Duchscherer liebt die Abwechslung in ihren Motiven, ihrer Mal- und Farbtechnik. Und sie experimentiert gerne. Mal verwendet sie Acrylfarben, mal malt sie in Aquarell, mal arbeitet sie unterschiedliche Materialien in die Bilder ein, um besondere Effekte zu erzielen. Farbe und deren Schwingung spielt für die Künstlerin eine bedeutende Rolle. Besonders begeistert ist sie von den farbenfrohen, mitreißenden Werken Hundertwassers. „Von ihm, oder besser nach ihm, bringe ich auch ein Bild mit“, plant die Künstlerin.

Denn nur Kopieren kommt für Petra Duchscherer nicht in Frage. Die Zweibrückerin setzt gerne ihre eigenen Akzente. An die Werke ihres Lieblingsmalers, des Österreichers Gustav Klimt, hat sie sich allerdings noch nicht herangewagt. Sie schwärmt: „Seine Bilder sind so unterschiedlich, bunt und vor allem mit so vielen Details gespickt. Man kann immer wieder etwas Neues darin entdecken, neue Gesichter, neue Einzelheiten.“ Von einem seiner berühmtesten Werke, dem in Gelb und Gold gehaltenen „Kuss“, habe sie sich in ihrer Begeisterung sogar eine Künstlerbettwäsche zugelegt.

Bereits als Kind entdeckte die Zweibrückerin ihre helle Freude an der Kunst. Sie erinnert sich an den Beginn ihrer großen Leidenschaft: „Ich habe mit meinem Opa immer gemalt und musiziert.“ Eine Faszination, die bis heute anhält.

Im Kunstunterricht während ihrer dreijährigen Erzieherausbildung wurde die Liebe zum Malen neu entfacht. Hier erlernte Petra Duchscherer auch die Vielfalt der verschiedenen Bildertechniken. Im Rahmen ihrer Berufstätigkeit arbeitete die Hobbykünstlerin mehrere Jahre mit Kindern und Jugendlichen, förderte diese künstlerisch in Malprojekten. Selbst lernbegierig und immer auf der Suche nach Neuem, besuchte sie einen Kurs an der VHS Zweibrücken.

Als Petra Duchscherer 20 Jahre alt war, wurde ihr Sohn geboren. Während ihrer Elternpause begann sie, sich dem Malen mit Öl und Acryl zu widmen. Sie erzählt: „Mit meinem Sohn kamen die Ideen.“ Manuel band sie einfach in ihr Hobby mit ein. Gemeinsam malten und musizierten sie und die Erzieherin hatte Spaß daran, mit der Kunst zu experimentieren. Das tut sie bis heute in ihrem kleinen Atelier in Mörsbach intensiv, denn ihre Berufstätigkeit hat sie längst aufgegeben.

„Ich male immer, was mir gerade in den Sinn kommt, querbeet“, beschreibt die Künstlerin und zählt auf: „Struktur, 3D-Effekt, Materialien, Menschen, Tiere, Situationen oder eben Hundertwasser.“

Diese Vielfalt präsentiert sie auch bei der Ausstellung, die mit einer offiziellen Vernissage am 5. April um 18 Uhr eröffnet wird. Dann allerdings ist die Kirche bis zum Ende der Ausstellung nur zu wenigen Terminen offiziell geöffnet: Am Freitag, 19. April, liest um 19 Uhr der Redakteur und Autor Uwe Wittstock aus seinem Buch „Marseille 1940“, welches die Not deutschstämmiger Künstler als Exilanten im besetzten Frankreich 1940 thematisiert. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung an marion.schirmeister@agaplesion.de erbeten.

Am 13. April um 18 Uhr findet ein Gottesdienst statt und am 11. Mai um 18 Uhr ein kirchenmusikalischer Gottesdienst mit Umtrunk. Mit diesem Tag endet die Ausstellung. Interessierte können zusätzliche Besichtigungstermine über eine E-Mail an Webmaster@moersbach-pfalz.de vereinbaren.

Zu bewundern sind alle Werke von Petra Duchscherer auch unter www.facebook.com/petrasbilderecke/. www.moersbach-pfalz.de

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort