Zweibrücker Imkerfest mit dem Nabu am Wildrosengarten Wo die Biene auf Storch und Uhu trifft

Zweibrücken · Auch in diesem Jahr hatten der Zweibrücker Nabu und der Imkerverein die Bevölkerung zum Sommerfest am Wildrosengarten eingeladen.

 Das Sommerfest der Imker und des Nabu war nicht zuletzt wegen des schönen Wetters gut besucht.

Das Sommerfest der Imker und des Nabu war nicht zuletzt wegen des schönen Wetters gut besucht.

Foto: Susanne Lilischkis

Es ist eine gute Tradition, dass der Zweibrücker Imkerverein jedes Jahr, zusammen mit dem Naturschutzbund (Nabu) Zweibrücken, zum Imkerfest einlädt. Bei schönstem Sommerwetter kamen zahlreiche Besucher zur Hütte der Imker oberhalb des Wildrosengartens. Michael Kiefer, der Vorsitzende des Imkervereins und Matthias Sonntag, der zweite Vorsitzende, zeigten sich mit dem Imkerjahr nicht zufrieden. Besonders das regnerische und kalte Wetter hat den Bienen zu schaffen gemacht.

„Die Bienen schwärmen normalerweise im Mai oder Juni, doch dieses Jahr ging es erst im Juli los“, berichtete Michael Kiefer. Auch die Honigernte sei schlecht gewesen. Die Obstblüte fiel in unserer Region einem Kälteeinbruch zum Opfer. „Ich habe ganz wenig Süßkirschen, wenig Äpfel, die Mirabellen sind ganz ausgefallen, nur die Pflaumen sind gut“, erklärte Matthias Sonntag.

Eigentlich schleudern Imker im Frühjahr drei Mal, doch das zweite Mal sei dieses Jahr ausgefallen. Am vergangenen Samstag kam die dritte Runde Honigschleudern an die Reihe – bei einer Vorführung für interessierte Gäste und Kinder. „Wir hatten einen jungen Gast dabei, der wollte mit dem Schleudern gar nicht mehr aufhören, so viel Spaß hat es ihm gemacht“, erinnerte sich Michael Kiefer, „wahrscheinlich wird das Kind demnächst Jungimker.“

Der Verein hat dieses Jahr keine Imker-Kurse veranstaltet, denn man habe eine Pause gebraucht, so die beiden Vorsitzenden.

Beim Nabu stand bei dem Sommerfest der Storch im Mittelpunkt. Hier hat sich die Naturschutzjugend unter der Leitung von Carmen Boegem engagiert. Sie bekam dieses Jahr viel Hilfe von ihren Mitstreiterinnen Doris Heinrich, Chris Ullrich und Minke Ruijk. Sie hatten für die kleinen Besucher einen interessanten Parcours aufgebaut. Die Kinder mussten raten, was der Storch frisst, wie groß seine Eier sind oder warum Meister Adebar klappert. Mit Hilfe einer Grillzange mussten die Kleinen Äste und Zweige aufnehmen und in einem Nest verweben. Beim Gehen auf Stelzen konnten sie erleben, wie ein Weißstorch sich fühlen muss.

Mit im Boot war auch Björn Busch-Geertsemar, der offiziell Störche beringen darf. „Die Tiere sind relativ einfach zu beringen“, erklärte er, „die Jungvögel kauern sich im Nest zusammen und fallen in eine Art Starre, wenn man ihnen zu nahe kommt.“

Die Daten, die aus den Beringungsaktionen gewonnen werden, braucht man, um Informationen über das Zugverhalten und die Anzahl der Störche zu bekommen. Zwei weitere interessante Vögel, die in unserer Region vorkommen, stellte Vogelexperte Peter Spieler vor. Anhand eines ausgestopften Eisvogels und eines Uhus, der in unseren Wäldern zunehmend heimisch wird, erklärte Spieler die Besonderheiten der beiden Vögel.

Neben den vielfältigen Möglichkeiten, sich über die heimische Tierwelt und die Imkerei zu informieren, nutzen die Besucher auch das leckere gastronomische Angebot und das reichhaltige Kuchenbüfett.