Fastnachts-Umzug : So viele Gruppen wie noch nie

Der Zweibrücker Fastnachtsumzug hat schon vor seinem Start am Dienstag den ersten Rekord gebrochen.

„Die Vereine haben sich eine längere Strecke gewünscht“, erinnert sich der Leiter des Zweibrücker Ordnungsamtes, Klaus Stefaniak, an Gespräche vor einigen Jahren. 2016 sollte der Fastnachtsumzug dann über die Gutenbergstraße und den Goetheplatz bis zum Herzogplatz gehen. Doch der heftige Sturm mit starkem Regen stoppte den Umzug. 2017 und 2018 war wie üblich nach dem Schlossplatz Schluss. „In diesem Jahr machen wir einen neuen Versuch“, hatte der Leiter des Kultur- und Verkehrsamts, Thilo Huble, bei der Vorbesprechung der Teilnehmer angekündigt.

Kurzerhand machten die Fastnachter daraus „s’Motto kurz in einem Satz: Umzug bis zum Herzogplatz“. Ende der vergangenen Wochen standen bereits 37 Zugnummern auf der Liste des Verkehrsamtes. „Das ist eine Rekordzahl“, meinte Huble, der den Umzug am Fastnachtsdienstag seit mehr als zwei Jahrzehnten organisiert.

Die verschiedenen Gruppen aus Zweibrücken, dem Zweibrücker Land und dem Saarland haben nach Angaben von Tamara Schwartz vom Kultur- und Verkehrsamt bisher 700 Teilnehmer gemeldet. Sie weist darauf hin, dass bis zum Dienstag noch die eine oder andere Gruppe dazu kommen könnte. Alle müssen sich am Festplatz an der Rennwiese melden. „Die Gruppen stellen sich dann auf der Dr.-Ehrensberger-Straße auf. Und um 14.11 Uhr setzt sich der Umzug in Bewegung“, erklärt Stefaniak den Ablauf. Über die Saarlandstraße, Landauerstraße, Maxstraße, den ZOB, die Gutenbergstraße und den Goetheplatz geht es zum Herzogplatz.

Dort ist auch die Tribüne aufgebaut, auf der die Stadtspitze und die Fastnachtsvereine die Teilnehmer begrüßen. Auf dem Platz stehen auch das von den VBZ bewirtete Zelt und einige Verkaufsstände. Fünf Musikgruppen bringen die Zuschauer am Straßenrand in Stimmung. Mit dabei seit Jahrzehnten die Zweibrücker Stadtkapelle und die Schwarzen Husaren aus Kleinsteinhausen. Den Abschluss vor dem Zugende macht die Guggemusik der Rodalber Hexen.

Neben den fünf Zweibrücker Fastnachtsvereinen und anderen Gruppen sind in diesem Jahr auch drei Parteien mit dabei. Rund zwei Dutzend Motivwägen werden es sein. „Wenn das Wetter mitspielt, könnten es wie im vergangenen Jahr wieder 15 000 Zuschauer sein“, schätzte Stefaniak. Bei schlechtem Wetter sei mit weniger Menschen zu rechnen. Und bei einem Sturm wie 2016? „Daran wollen wir gar nicht denken. Dann müssten wir am Dienstag entscheiden.“

Der Ordnungsamtsleiter informierte in dem Gespräch, dass die Innenstadt am Dienstag ab zwölf Uhr bis zum frühen Abend für Lkw gesperrt ist. Hinweisschilder sind jetzt schon in der Stadt zu sehen. Die Straßen, durch die der Zug führt, sind ab 13.30 Uhr für Pkw gesperrt. Davon ist auch der Busverkehr betroffen. „Fahrzeuge, die noch an der Strecke stehen werden abgeschleppt“, kündigte Stefaniak an. „Es sind große Wägen dabei. Und die brauchen entsprechenden Platz.“ Zudem seien abgestellte Fahrzeuge ein Problem für die Zuschauer. „Es gibt auch genügend Parkplätze in der Stadt.“ Nach dem Umzug werden die Sperrungen aufgehoben.

Fastnachtsumzug Zweibrücken Foto: SZ/Müller, Astrid

Seit einigen Jahren wird der Fastnachtsumzug wie auch andere Veranstaltungen der Stadt durch mobile und stationäre Absperrungen abgesichert.