1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Zweibrücken zieht Stadtfest-Bilanz

Thilo Huble: „Die Zweibrücker sind stolz auf ihr Fest“ : „Stadtfest ist eine Marke für die Stadt“

Rund 100 000 Besucher feierten an drei Tagen weitestgehend friedlich die 40. Auflage des großen Festes. Allerdings mussten 80 Autos abgeschleppt werden, die in Feuerwehrzufahrten und auf Behinderten­parkplätzen standen.

„Der Wettergott war uns wohlgesonnen“, freute sich Zweibrückens Oberbürgermeister Marold Wosnitza, dass die angekündigten Wetterunbilden ausblieben. Und dass es ein friedliches Fest war, bei dem rund 100 000 Menschen fröhlich feierten, erfreute den Oberbürgermeister ebenfalls. „Es war eine würdige Jubiläumsausgabe des Stadtfestes“, fügte der Leiter des Kultur- und Verkehrsamtes, Thilo Huble, hinzu.

„Das Stadtfest ist eine Marke für die Stadt“, stellte Huble angesichts der großen Besucherzahl fest. Das dank der Bühnenpartner ermöglichte umfangreiche Programm auf neun Bühnen sowie die Beschicker, die „mit viel Enthusiasmus“ dabei seien, seien die „Erfolgsgaranten“ der Veranstaltung. Die Zweibrücker seien „stolz auf ihr Fest, Die Akzeptanz ist ungebrochen.“ Das liege auch daran, dass „die Balance zwischen den Wünschen der Besucher, die feiern wollen, und den Interessen der Anliegern“ gelinge.

Zufrieden war der langjährige  Organisator des Festes auch mit der neuen App. „Die hat auch während der Stoßzeiten funktioniert.“ Der Student der Zweibrücker Hochschule, Jeremias Krebs, der die App entwickelt hatte, berichtete, dass mehr als 6900 Personen die Seiten besucht haben. Am Freitag und Samstag seien es jeweils über 1300 Besucher gewesen. 57 000 Seiten wurden angeklickt. Krebs erwähnte auch die schnelle Ladezeit.

Für die Feuerwehr war es ein ruhiges Stadtfest. Rund 50 Einsatzkräfte hätten in verschieden Schichten bereit gestanden. Nur ein Brand eines Abfalleimers könne dem Stadtfest zugeordnet werden. Das Rote Kreuz stand an jedem der drei Tage mit rund 30 Helfern bereit. Auch er berichtete von einem ruhigen Fest mit wenigen Einsätzen.

Fünf Mal musste sich das Jugendamt um junge Menschen kümmern. Dabei habe Alkohol eine Rolle gespielt, erklärte die Jugendamtsleiterin Petra Buchmann. „Bei einem dreitägigen Fest mit rund 100 000 Besucher sind die drei Schlägereien (wir berichteten) nicht der Rede wert“, sagte der Sprecher der Zweibrücker Polizeiinspektion Klaus von Roden.

Der stellvertretende Leiter des Ordnungsamts, Harald Bohl, ärgerte sich sehr über die Autofahrer, die ihre Fahrzeuge auf gekennzeichneten Rettungswegen und Behindertenparkplätzen abstellen. „Die Halte- und Parkverbote kontrollieren wir nicht. Aber die Rettungswege müssen frei sein! Und die Behindertenparkplätze ebenso.“ 80 Autos wurden deshalb an den drei Tagen abgeschleppt – deutlich mehr als im Vorjahr, wo es 50 waren.

Huble wunderte sich, dass es immer noch so viele Autofahrer gibt, die ihr Fahrzeug rücksichtslos abstellen. „Selbst zu den Stoßzeiten waren in den Parkhäusern Plätze frei.“ Das Angebot der Verkehrsgesellschaft sei wieder gut angenommen worden, berichtete Verkehrsleiter Nikolas Wenzel. Insbesondere die Busse zwischen ein und zwei Uhr seien gut besetzt gewesen.

Seit vielen Jahren sind „die Freunde aus der Partnerstadt Boulogne-sur-Mer“ beim Stadtfest zu Gast, begrüßte Oberbürgermeister Wosnitza die französischen Gäste bei der Schlussbesprechung. Der Stand beim Stadtfest und die Spende des Erlöses seien ein Beleg, dass „die Partnerschaft lebt“. Die Bürgermeisterin von Boulogne, Mireille Hingrez, bestätigte die Feststellung von Wosnitza. „Die Partnerschaft beruht auf den gleichen Werten und auf Solidarität.“

Beim Auftritt von Eurovisions-Mehrfachsieger Johnny Logan zum Stadtfest-Finale am Sonntag erreichte kurz vor 23 Uhr ihren Höhepunkt, als Logan auf Deutsch mit dem Publikum „An der Nordseeküste“ sang. Foto: maw/Martin Wittenmeier

Auch in diesem Jahr haben die Boulogner wieder Muscheln verkauft. „Wir haben da schon viele Stammgäste“, sagte Hingrez. Und auch Wosnitza ließ sich die Köstlichkeiten aus Boulogne schmecken. Auch wenn er sonst keine Muscheln esse. 4450 Euro haben die Boulogner in diesem Jahr eingenommen und der Stadt gespendet. Im Gegenzug verkaufen Zweibrücker beim Boulogner Weihnachtsmarkt Würstchen und Glühwein.