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Zweibrücken: Wochenmarkt soll mit "Marktfrühstücken" attraktiver werden

Stadtrat beschließt neues Angebot auf Zweibrücker Alexanderplatz : Marktfrühstücke sollen Wochenmarkt beleben

Grünes Licht im Stadtrat für eine Aufwertung des Zweibrücker Wochenmarktes: Einstimmig hat das Gremium in seiner Sitzung in der vergangenen Woche beschlossen, dem samstäglichen Wochenmarkt neues Leben einzuhauchen.

Geschehen soll dies mit wechselnden Anbietern und Live-Musik. „Marktfrühstück“ werden diese Veranstaltungen überschrieben, in der Zeit von Mai bis Oktober sollen sie einmal im Monat samstags auf dem Alexanderplatz durchgeführt werden. Geplant ist, den Vereinen abwechselnd die Möglichkeit zu geben, auf dem Marktplatz ihre Stände aufzuschlagen. Die Stadt stellt die Stände zur Verfügung (bestehend aus einem Zelt für den Stand plus Biertischgarnituren).

Ferner erhalten die teilnehmenden Vereine einen Zuschuss in Höhe von jeweils 200 Euro, um einen Musikbeitrag zu finanzieren. Die Gesamtkosten in Höhe von 1200 übernimmt für das Jahr 2020 die Gewobau (städtische Wohnungsgesellschaft).

Die Vereine kümmern sich um Getränke, Essen und Live-Musik und übernehmen den Aufbau der bereitgestellten Zelte und Biertischgarnituren. Die Vereine sollen nun, nach dem einstimmigen Votum im Stadtrat, dazu aufgefordert werden, sich zu bewerben.

Und was, wenn sich mehr Vereine bewerben als es Plätze gibt? Das wollte Patrick Lang (FWG) wissen. Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) antwortete, dann müsse das Los entscheiden.

Bernd Ringle (Linke) machte den Vorschlag, an den Tagen, an denen das Marktfrühstück gefeiert werde, die Nutzung der Busse für die Bürger kostenlos anzubieten.

Dass der Wochenmarkt neue Impulse braucht, bezweifelte im Stadtrat niemand. Die Zahl der Händler, die auf dem Alexanderplatz ihre Waren samstags feilbieten, ist überschaubar geworden; Rolf Franzen (CDU) sagte, er habe gehört, dass es teilweise nur noch drei Stände seien. Wenn die Entwicklung tatsächlich so ernst sei, sollte die Stadtverwaltung auf jeden Fall grundsätzliche Überlegungen anstrengen, wie der Wochenmarkt gestärkt werden könnte. Die geplanten Marktfrühstücke einmal im Monat seien dann nur ein Aspekt.

Der Oberbürgermeister erklärte, in der Verwaltung gebe es bereits „entsprechende Überlegungen“, wie dem Wochenmarkt im grundsätzlichen Auftrieb verliehen werden könnte. Das sei allerdings gar nicht so einfach. „Das Problem ist: Homburg hat einen starken Markt.“ Das sei eine gewichtige Konkurrenz zu der parallel verlaufenden Veranstaltung in Zweibrücken. Sich auf bestehende Händler zu konzentrieren, sei vermutlich nicht so erfolgversprechend. Erforderlich sei, sich auf die Suche nach neuen Marktbeschickern zu machen, erklärte der Oberbürgermeister.