1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Zweibrücken: Weniger Gäste im Badeparadies

Badeparadies Zweibrücken : Negativtrend im Badeparadies hält an

Auch vergangenes Jahr kamen wieder weniger Gäste: fast fünf Prozent Rückgang. Im Sommer wird Fassade erneuert.

„Wir verheimlichen nichts und veröffentlichen auch die Zahlen“, erklärte der Geschäftsführer der Zweibrücker Stadtwerke, Werner Brennemann. Auch wenn die Besucherzahlen des Badeparadieses weiter zurück gehen. „Das wollen wir nicht beschönigen. Damit müssen wir leben.“ Im vergangenen Jahr zählte das Badeparadies 225 600 Besucher. 196 000 im Bad, 29 600 in der Sauna.

Im Jahr 2017 waren es 237 000 und 2016 noch 245 000. Damit setzt sich der Abwärtstrend der letzten Jahre fort. Ein Grund sei, dass nach wie vor immer weniger Kinder schwimmen lernten. Was auch die DLRG in einer Studie festgestellt habe. Bei dem im vergangenen Jahr von Marold Wosnitza als Vorsitzender des Stadt-Sportverbandes initiierten Projekt „Zweibrücken lernt schwimmen“ unterstützt ein Schwimmlehrer im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres die Lehrer beim Unterricht (wir berichteten).

Damit erhalten alle Grundschüler der zweiten Klasse ein Jahr Schwimmunterricht. „Das ist eine sinnvolle Maßnahme für die Sicherheit der Kinder“, begründete Brennemann die Unterstützung des Projektes durch die Stadtwerke. „Das ist ein erster Schritt. In einem zweiten Schritt müssen wir es schaffen, dass die Kinder wieder ins Bad kommen“, sagte der Stadtwerke-Geschäftsführer. Doch da habe sich das Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen in den letzten Jahren verändert. „Schwimmen gehen konkurriert mit anderen Möglichkeiten.“

Stichwort Konkurrenz: Im Umkreis von 25 bis 30 Kilometer zählt Brennemann mit den Bädern in Homburg und Blieskastel, Neunkirchen und St. Ingbert sowie Pirmasens und Ramstein sechs Bäder auf, die ebenfalls Leute locken. „Der Kuchen wird nicht größer.“ Die Zahl der Wettbewerber dagegen schon. Die Bäder in Kaiserslautern und Saarbrücken nannte Brennemann nur am Rande: „Das Monte Mare und Calypso sind eine andere Liga.“

„Wir werden weiter ins Badeparadies investieren, um den Standard zu halten“, betonte Brennemann. Dabei erinnerte der Betriebsleiter der Einrichtung, Ingo Baumann, an die Investitionen in das Blockheizkraftwerk, die Technik oder in die Digitalisierung in den letzten Jahren. Oder an die im Herbst neu eingerichtete moderne Dampfsauna. 40 000 Euro wurden für diese Sauna ausgegeben. Mit den finnischen Saunen stehen acht Angebote zur Verfügung.

In diesem Jahr wird in den Betriebsferien im September die Fassade des Badeparadieses im Bereich der großen Rutsche erneuert. Brennemann: „Die Glasfront mit der Doppelverglasung ist in die Jahre gekommen und sieht nicht mehr einladend aus.“ Neben der modernen Ausstattung werde das Badeparadies auch mit der Sauberkeit und dem Service punkten, verspricht Werner Brennemann.