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Zweibrücken: Stadt startet Energiesparmaßnahmen, Licht aus für Rathaus

Rathaus und andere Zweibrücker Objekte nicht mehr beleuchtet : Die Stadt legt den Schalter um

Verwaltung erklärt auf Anfrage: Ambientebeleuchtung an Rathaus, Alexanderskirche, Schloss und Wittelsbacher Brunnen bleibt „bis auf Weiteres“ ausgeschaltet. Die Festhalle leuchtet derweil „aus Sicherheitsgründen“ weiter.

„Etwas ins rechte Licht rücken“, sagt man gerne, wenn es darum geht, Dinge besonders hervorzuheben. Daher hat die Stadt bislang das Rathaus, das Schloss, die Alexanderskirche und den Wittelsbacher Brunnen ab der Dämmerung mit einer Ambientebeleuchtung in besondere Stimmung versetzt. Schließlich handelt es sich hierbei um architektonisch bedeutsame, stadtprägende Objekte. Die Ambientebeleuchtung sollte dies betonen.

Doch nun ist damit erst einmal Schluss. Die Stadt hat den Schalter umgelegt, wie die Pressestelle auf Anfrage unserer Zeitung jetzt mitteilt. Die besagten Schmuckstücke – Rathaus, Schloss, Alexanderskirche und Wittelsbacher Brunnen – führen ab sofort ein Schattendasein. Und zwar „bis auf Weiteres“, wie die Verwaltung erklärt.

 Beileibe nicht bei allen Objekten wurde die direkte Beleuchtung abgeschaltet. Die Festhalle erstrahlt weiterhin. Aus Sicherheitsgründen, erklärt die Stadtverwaltung.
Beileibe nicht bei allen Objekten wurde die direkte Beleuchtung abgeschaltet. Die Festhalle erstrahlt weiterhin. Aus Sicherheitsgründen, erklärt die Stadtverwaltung. Foto: Mathias Schneck

Dieser Schritt sei „in Abstimmung mit den Stadtwerken und der Polizeiinspektion“ erfolgt; bereits am Montag seien erstmals die Lichter an den Objekten ausgegangen. Wohlgemerkt: Ausgeschaltet wurde die Ambientebeleuchtung, also die Lichtquellen, die die Objekte direkt anstrahlen und in Szene setzen. Die Straßenbeleuchtung selbst bleibt angeschaltet, so dass etwa das Rathaus und der Herzogplatz an sich zu nächtlicher Stunde keinesfalls im Stockdunklen liegen. Die Straßenlampen leuchten die Objekte nach wie vor – sie werden nur nicht mehr derart hervorgehoben.

 Direkter Vergleich vorher-nachher: Der Wittelsbacher Brunnen, eines der steingewordenen Schmuckstücke der Stadt, bevor die Stadt den Schalter umlegte – und danach. Nun führt der Brunnen ein Schattendasein.
Direkter Vergleich vorher-nachher: Der Wittelsbacher Brunnen, eines der steingewordenen Schmuckstücke der Stadt, bevor die Stadt den Schalter umlegte – und danach. Nun führt der Brunnen ein Schattendasein. Foto: Mathias Schneck
 (Siehe Bildtext oben vorher/nachher)
(Siehe Bildtext oben vorher/nachher) Foto: Mathias Schneck

Ziel dieser Maßnahme sei „vor allem“, Energie einzusparen, erklärt die Verwaltung in ihrer Antwort weiter. Auf die Frage unserer Zeitung, ob die Stadt sagen könne, wie viel Geld damit eingespart wird, erklärt diese: „Die daraus resultierenden finanziellen Einsparungen stehen nicht im Vordergrund und wurden daher nicht berechnet.“

In der jüngsten Stadtratssitzung hatte Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) bereits erklärt, dass die Stadt – in Abstimmung mit ihren Töchtern (Stadtwerken und Umweltbetrieb UBZ sowie die Wohnungsbaugesellschaft Gewobau) und der Polizeiinspektion – prüfe, wo Energie eingespart und beispielsweise nicht erforderliche Beleuchtung eingespart werden könne. Geprüft würde die Beleuchtung von Objekten sowie der Betrieb von Ampeln (wir berichteten).

Ein nächtlicher Rundgang durch die Stadt zeigt: Es gibt durchaus noch Gebäude, die inmitten der Nacht erstrahlen. So leuchtet etwa die Festhalle an der Saarlandstraße weiterhin aus Leibeskräften. Dazu befragt, erklärt die Stadt nach Rücksprache mit dem Betreiber der Festhalle, den Stadtwerken, „dass die Beleuchtungssituation an der Festhalle aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres unverändert bleiben soll“.

Wird es nun weitere „Verdunklungen“ geben oder bleibt es erst einmal bei den genannten Adressen? Die Stadt antwortet, dies sei „im Moment noch nicht absehbar“.