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Zweibrücken: Neuer Parkplatz für Nardini - Noch Kulanz für Falschparker

Ab 26. April: Parkticket oder Vertragsstrafe auf neuem Zweibrücker Parkplatz : Neuer Parkplatz nahe Nardini-Klinikum: Noch Kulanz

Platz für rund 60 Autos auf Ex-Raiffeisen-Fläche an Luitpoldstraße. Bis Ende April wird über Schwarzparken hinweggesehen.

Offiziell in Betrieb genommen ist er noch nicht. Aber er steht schon. Und wird auch schon vereinzelt genutzt. Die Rede ist von dem neuen Parkplatz an der Luitpoldstraße. Den hat das Unternehmen Raiffeisen nach dem Abriss des alten Silos angelegt. Und zwar für das Nardini-Klinikum.

Das Krankenhaus wünscht dringend neue Parkplätze für die Besucher – und der neue Parkplatz an der Luitpoldstraße, nur einen Steinwurf von der Klinik entfernt, bietet immerhin rund 60 Stellflächen, plus zwei Parkplätze für Bürger mit Behinderung.

Uwe Coppenrath, in der Raiffeisen-Zentrale in Köln als kaufmännischer Leiter zuständig für Immobilien, bestätigt auf Merkur-Anfrage, dass der Parkplatz soweit fertig ist. Es habe vor kurzem auch eine Begehung mit Vertretern des Nardini-Krankenhauses gegeben.

Über die Kosten wollte Coppenrath nichts sagen. Er merkte lediglich an, dass diese letztendlich ein gutes Stück höher ausgefallen seien, als ursprünglich geplant.

Für die Überwachung des Parkraumes zeichnet ein Dienstleister aus Düsseldorf verantwortlich – das Unternehmen „fair parken“.

Sabine Klaas, Pressesprecherin von fair parken, erklärte auf Anfrage, dass das Unternehmen grundsätzlich auf die „schrittweise Einführung der Parkraumüberwachung“ setzt. Bei dieser werde der Parkplatz „mit auffälligen Hinweistafeln beschildert“. Diese weisen darauf hin, dass ein Parkschein gezogen und gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert werden muss. Dies sei nötig, weil ansonsten zu viele „Fremd- und Falschparker“ Plätze blockierten und es bei Besuchern der Klinik zu berechtigtem Ärger kommen könnte, wenn sie deswegen das Nachsehen hätten.

Derzeit befinde man sich hinsichtlich des Parkplatzes an der Luitpoldstraße in der „Einführungsphase“. Heißt: Diese und die nächste Woche werde noch komplett auf eine Vertragsstrafe verzichtet und nur „freundlich an die Parkscheinpflicht erinnert“. Das dürfte die mittlerweile rund ein dutzend Autofahrer, die den Parkplatz tagsüber nutzen, freuen. Doch Obacht: In den Kalenderwochen 17 und 18 werde bereits „eine reduzierte Vertragsstrafe“ in Höhe von 9,90 Euro erhoben. Und ab der Kalenderwoche 19 (ab Montag, 10. Mai) greift die „volle Vertragsstrafe“ von 24,90 Euro.

Der Parkplatz ist übrigens nicht nur für die Besucher des Nardini-Klinikums gedacht. Denn, so Sabine Klaas, für die Nutzung sei lediglich „ein gültiger Parkschein“ erforderlich. Egal, ob dieser von einem Besucher des Nardini gezogen wird oder von einem Bürger, der in die Fußgängerzone zum Bummeln oder Kaffeetrinken möchte.

Die Parkgebühren betragen einen Euro pro Stunde, pro Tag sind es maximal zehn Euro, pro Woche maximal 50 Euro. Eine maximale Parkdauer gibt es nicht.

Das Nardini-Klinikum wollte sich auf Merkur-Anfrage nicht äußern.