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Zweibrücken: Neue Mehrzweckhalle so gut wie fertig

Umbau der ehemaligen Feuerwache : Neue Mehrzweckhalle so gut wie fertig

Helmholtz-Gymnasium feiert bereits erste Veranstaltungen darin. Gebäude auch von Stadt nutzbar. Im Oktober wird Außenbereich begrünt.

Das Warten hat Jahrzehnte gedauert. Aber nun ist alles gut. Dieses Fazit zieht Kerstin Kiehm. Die Leiterin des Helmholtz-Gymnasiums in Zweibrücken präsentierte am Donnerstag stolz die neue Mehrzweckhalle neben dem Hauptgebäude, gemeinsam mit der Beigeordneten Christina Rauch sowie Vertretern von Schülerschaft und Förderverein.

Die neue Mehrzweckhalle ist das Resultat einer umfassenden Sanierung der ehemaligen Feuerwache. Dort, wo einst die Floriansjünger ihre Einsatzfahrzeuge stehen hatten, ist nun Platz für schulische Treffen – und für Veranstaltungen der Stadt. Denn auch die kann die Halle nutzen, betont Kiehm. Auch, wenn die schulische Nutzung „Vorrang“ habe. Doch wolle man bewusst nicht von „Aula“ sprechen, weil das zu vereinnehmend klinge „Mehrzweckhalle“: Das macht deutlich, dass es breiter angelegt ist.

Wie gesagt: Die Geburt hat viele Jahre gedauert. Bereits Kiehms Vorgänger trugen wiederholt der Stadt diesen Wunsch auf. Jetzt ist die Halle so gut wie fertig. „Die sanitären Anlagen sollen bis März fertiggestellt sein“, sagt die Rektorin. Bereits im nächsten Monat soll die Außenfläche verschönert werden. Dort findet sich bislang nur grauer Asphalt – was, auch unter Gründen des Naturschutzes und der Biodiversität – im Stadtrat schon zu Diskussionen geführt hatte. Ein Grünstreifen soll angelegt und Bäume sollen gepflanzt werden, sagt Kiehm. Das sei auch unter dem Aspekt Schattenschutz wichtig. Im Sommer habe die Sonne die Mehrzweckhalle teilweise unbarmherzig in den Schwitzkasten genommen.

Schüler, Lehrer und Eltern würden in den nächsten Wochen in einem Projekt darüber brüten, wie die Begrünung ausschauen soll. „Vielleicht wird auch noch ein Hochbeet angelegt“, denkt Kiehm laut nach.

Die Halle wurde bereits für verschiedene Veranstaltungen genutzt. So seien zur Einweihung am 3. September die Schulgottesdienste für die neuen Fünftklässler in drei Durchgängen (coronabedingt) dort gefeiert worden. Auch gastierte die Wanderausstellung „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ dort. Und es gab Schultheater.

„Das war wunderschön, wir haben eine tolle Bühne, es ist alles modern – für die Schulgemeinschaft ist das großartig“, strahlt Kiehm.

Früher habe man etwa für ein Konzert in die Karlskirche oder für eine Theateraufführung nach Althornbach ausweichen und dafür Nutzungsentgelt zahlen müssen, was die Einnahmen geschmälert habe, dies sei nun Vergangenheit.

In der Zeit zwischen Herbst- und Winterferien soll in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Nutzungsordnung erstellt werden, damit genau geregelt ist, wer wann und wie in der Halle zum Zuge kommt.