1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Zweibrücken: Musikschule, VHS, Museum und Büchereien starten wieder

Musikschule, VHS, Museum und Büchereien starten wieder : „Der Kulturstopp ist beendet“

Musikschule und VHS starten wieder schrittweise mit Unterricht – Stadtkapelle hat allerdings Probleme mit Bläsern.

In der Rosenstadt kehrt Schritt für Schritt das Leben, wie es vor Corona war, zurück. Das betrifft auch die Kultur. Die Lockerungen der strengen Corona-Bekämpfungsregeln der rheinland-pfälzischen Landesregierung ermöglichen diese allmähliche Rückkehr zu mehr Normalität.

Zweibrückens Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) verkündete bei der wöchentlichen Corona-Pressekonferenz im Ratssaal (wir berichteten): „Die Herzog-Christian-Musikschule hat ihren Betrieb wieder aufgenommen.“ Allerdings sei das Angebot dort weiter reduziert, es sei nur Unterricht in kleinen Gruppen (bis zu 15 Personen) möglich. Weitere Einschränkung: Gesangsunterricht ist noch nicht erlaubt.

Und auch die Stadtkapelle Zweibrücken steht vor Herausforderungen, verdeutlichte der Oberbürgermeister. Die Musiker würden nur allzu gerne wieder mit den Proben starten – allerdings seien die Bläser ein Problem. Aus Sicherheitsgründen müssten diese wohl einen Abstand von jeweils zwölf Metern zu ihren Kollegen wahren. Da müsse man erst einmal Räumlichkeiten finden, in denen das Ensemble, derart auseinandergezogen, gemeinsam proben könne.

Bei allen Einschränkungen: Es geht voran. Deswegen wollte die Beigeordnete Christina Rauch (CDU), in deren Zuständigkeitsbereich auch das Dezernat für Kultur fällt, nicht Trübsal blasen: „Der Kulturstopp ist beendet“, verkündete sie. Denn neben dem Wiederaufleben des Unterrichts an der Herzog-Wolfgang-Musikschule und den Neueröffnungen des Stadtmuseums und der Büchereien startet auch die Volkshochschule an diesem Montag wieder schrittweise.

Allerdings gelten auch hier Einschränkungen: „Die Kurse im Bereich Bewegung, Kochen, Frankreich und für Risikogruppen können leider aufgrund der Rechtsvorschriften zurzeit noch nicht beginnen“, bat sie um Verständnis. Aber man dürfe nicht zu viel auf einmal erwarten, gab Rauch zu bedenken. „Ich finde es schön, dass der Kulturbereich endlich wieder starten kann.“

Starten wird an diesem Montag auch die Berufsschule mit weiteren Klassen (wir berichteten). Am 25. Mai sowie am 2. Juni sollen dann die restlichen Klassen folgen. Wie bereits berichtet, hat die Stadt vergangene Woche 1123 Alltagsmasken mit Bärchen-Motiv für die Grundschüler in Zweibrücken in Mainz abgeholt. Rauch machte darauf aufmerksam, dass zudem 3134 weiße Masken für alle weiterführenden Schulen und 505 Masken für die Lehrer in der Landeshauptstadt abgeholt wurden.

Und auch für den Rosengarten gab es positive Nachrichten zu verkünden. Wosnitza sagte, er sei im Austausch mit dem UBZ, der den Rosengarten betreibt. Er sei mit dem Leiter des UBZ, Wolfgang Boßlet, am prüfen, ob im Rosengarten eventuell dieses Jahr doch noch eine Veranstaltung durchgeführt werden könne. Schließlich erlaube die Landesregierung ab 27. Mai Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen im Freien, ab 10. Juni wohl gar Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen unter freiem Himmel (und mit bis zu 75 Personen in Gebäuden).

Unter solchen Bedingungen sei womöglich auch für den Rosengarten eine würdige Veranstaltung organisierbar. „Aber wir müssen alles sorgfältig prüfen“, machte Wosnitza deutlich. „Wir wollen schließlich keinen neuen Hotspot riskieren.“