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Zweibrücken: Klimaschutzmanager-Stelle nicht vor Dezember besetzt

Zweibrücker Klimaschutzmanager/in : Klimaschutz-Stelle in Stadt: Besetzung dauert noch Monate

Die Klimaschutzmanager/in-Stelle hatte der Stadtrat schon Mitte April mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Aber erst für Anfang Oktober ist die Ausschreibung der Stelle geplant.

(lf) Bereits am 14. April hatte der Stadtrat (bei nur einer Gegenstimme) beschlossen: „Die Verwaltung wird damit beauftragt, für die Erstellung und Umsetzung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Zweibrücken eine projektbezogene, zunächst für zwei Jahre befristete Stelle eines/einer Klimaschutzmanager/s/in zu schaffen.“ Grünen-Fraktionschef Norbert Pohlmann zeigte sich glücklich (wir berichteten): Nachdem jahrelang Klimaschutzkonzepte nur völlig unzureichend umgesetzt worden seien, sehe er „jetzt die Chance, endlich Nägel mit Köpfen zu machen“.

Mit „jetzt“ allerdings war Pohlmann zu optimistisch, ergab eine Merkur-Anfrage fast dreieinhalb Monate später bei der Stadtverwaltung. Aktueller Anlass unseres Nachhakens: Das Thema Klimaschutz ist infolge der Hochwasser-Katastrophe in der Eifel und andernorts im ebenfalls hochwassergefährdeten Zweibrücken vielen Bürgern wieder schmerzlich ins Bewusstsein gerückt. Das Ergebnis der Anfrage kurz zusammengefasst: Die Klimaschutzmanager/in-Stelle ist noch nicht einmal ausgeschrieben.

Stadtsprecher Jens John erläutert in der E-Mail-Antwort ausführlich, warum das Prozedere so lange dauert: „Die Etablierung eines Klimaschutzmanagements wird zu 100 Prozent (da Zweibrücken finanzschwache Kommune ist, sonst 90 Prozent) gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Beantragung läuft über Projektträger Jülich in Berlin und ist bei uns am 26. Juni rausgegangen. Mit der Bewilligung ist nach Antragstellung in fünf bis sechs Monaten zu rechnen. Bevor der Bewilligungsbescheid vorliegt, kann die Stelle noch nicht besetzt werden. Angedacht ist, die Stelle für den 1. Oktober auszuschreiben und für den 1. Dezember zu besetzen.“