Alte Ixheimer Straße und Fruchtmarktstraße Klagen im Stadtrat über zwei zentrale Straßen

Zweibrücken · Die Alte Ixheimer Straße und die Fruchtmarktstraße sind zentral und vielbefahren. Aber Schönheiten sind sie leider nicht. Dies wurde jetzt im Stadtrat mit klaren Worten beklagt. In einem Fall sind brachliegende Baustellen der Grund, im anderen Fall die Verschmutzung.

Zwei wichtige Straßen in Zweibrücken – und beide sind sicher keine Schmuckstücke. Rolf Franzen (CDU) klagt, die Alte Ixheimer Straße sehe wegen zweier brachliegender Baustellen aus, als hätten dort „zwei Bomben eingeschlagen“. In der Einwohnerfragestunde beschwerte sich ferner ein Bürger über den Zustand der Fruchtmarktstraße (unten).

Zwei wichtige Straßen in Zweibrücken – und beide sind sicher keine Schmuckstücke. Rolf Franzen (CDU) klagt, die Alte Ixheimer Straße sehe wegen zweier brachliegender Baustellen aus, als hätten dort „zwei Bomben eingeschlagen“. In der Einwohnerfragestunde beschwerte sich ferner ein Bürger über den Zustand der Fruchtmarktstraße (unten).

Foto: Mathias Schneck

Schönheit liegt ja im Auge des Betrachters. Aber in manchen Fällen – Geschmack hin oder her – ist die Sache doch recht eindeutig.

Die überwiegende Mehrheit der Bürger dürfte die Alte Ixheimer Straße und die Fruchtmarktstraße eher nicht als Schmuckstücke bezeichnen. Wobei es Bemühungen gibt, hier eine Aufwertung zu erreichen. Die Alte Ixheimer Straße wurde erst vor recht kurzer Zeit saniert, zwei Bauprojekte dort sollen zusätzlich die Ansehlichkeit steigern. Und in der Fruchtmarkstraße brütet das Rathaus schon seit vielen Jahren, wie dort etwas größere Attraktivität erreicht werden könnte.

In der jüngsten Sitzung des Stadtrates waren beide Straßen Thema. Einmal in der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Sitzung, das andere Mal zum Ende hin, als Stadtrat Rolf Franzen (CDU) eine Anfrage stellte.

Zur Einwohnerfragestunde: Hier verlas Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) den Brief eines Bürgers, in dem dieser sein „Bedauern über den Zustand der Fruchtmarktstraße“ zum Ausdruck brachte. „Als Anwohner bin ich enttäuscht darüber, wie oft diese Straße vernachlässigt wird.“ Der Bürger spricht von „unakzeptablem Dreck“. Die städtischen Mitarbeiter würden „scheinbar unbeeindruckt“ dort vorbeifahren, „ohne auch nur den Anschein zu erwecken“, sich um den Schmutz dort kümmern zu wollen. Der Bürger fordert die Stadt energisch dazu auf, sich mehr für eine angemessene Reinigung einzusetzen; ferner schlägt der Anwohner eine Kampagne vor, in der den Bürgern verdeutlicht wird, dass alle dafür zuständig seien, ihre Stadt entsprechend sauber zu halten.

Wosnitza verlas sogleich die Antwort des UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken). Die Fruchtmarktstraße sei der „Reinigungsklasse zwei zugeordnet“. Die Fahrbahn werde daher „mindestens zweimal wöchentlich durch die große Kehrmaschine des UBZ gereinigt“ – und zwar Montag und Donnerstag. Die Pflicht zur Reinigung der Gehwege obliege den jeweils angrenzenden Grundstücks-Eigentümern. Dies sei nicht Part des UBZ. Ein Außendienst-Mitarbeiter kontrolliere die Verhältnisse und fordere bei Versäumnissen die betroffenen Eigentümer auf, Hand anzulegen. In dem noch jungen Jahr habe man dies bereits zweimal tun müssen. Bei Nachkontrollen sei festgestellt worden, dass die Eigentümer handelten.

Dass die Fruchtmarktstraße die Reinigungsklasse zwei habe, sei eine Entscheidung des UBZ-Verwaltungsrates; setze sich die Auffassung durch, dass öfter als zweimal gereinigt werden solle, müsse der Verwaltungsrat einen entsprechenden Beschluss fassen. Dann würden die Gehwege mehrmals pro Woche durch den UBZ gereinigt – allerdings wäre dies „mit erheblichen Mehrkosten für die Anlieger“ verbunden. Statt wie bisher jährlich „2,94 Euro pro laufenden Meter“ würden die Kosten „auf mindestens 25,23 Euro pro laufenden Meter steigen“. Man werde in der nächsten Sitzung des Verwaltungsrates darüber diskutieren, auch über den Vorschlag einer Sauberkeits-Kampagne.

Rolf Franzen (CDU) sprach die Alte Ixheimer Straße an. „Das sieht aus, als seien dort zwei Bomben eingeschlagen“, kritisierte er. Die aktuellen Probleme des Bauunternehmens seien ja bekannt (der Merkur berichtete ausführlich) – aber könne man hier nicht optisch etwas machen? „Das sieht für einen Besucher der Stadt sehr negativ aus“, sagte Franzen.

Straßen in Zweibrücken. Foto: Mathias Schneck

Straßen in Zweibrücken. Foto: Mathias Schneck

Foto: Mathias Schneck

Wosnitza pflichtete bei: „Die Außendarstellung dort ist absolut übel.“ Bauamts-Leiter Christian Michels sagte, man gebe die Kritik und Bedenken an die Baufirma weiter, rechtliche Handhabe außerhalb von Sicherungsmaßnahmen habe die Stadt in diesem Fall aber nicht.

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