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Zweibrücken Kinderschutzbund Ferienprogramm im Wold of Fun

Zweibrücken Kinderschutzbund im Wold of Fun : Spielen, toben und Spaß haben in den Ferien

Das Ferienprogramm für Daheimgebliebene, zu dem der Kinderschutzbund und die Kinderhilfe Zweibrücken jedes Jahr einladen, war bunt und abwechslungsreich. Besonders viel Spaß hatten die Kinder und ihre Familien im „World of Fun“.

Spielen, Toben, etwas Neues ausprobieren, zusammen Spaß haben, eine unbeschwerte Freizeit genießen – dazu lädt der Kinderschutzbund Zweibrücken mit seinem Ferienprogramm alljährlich bedürftige Kinder und ihre Familien ein. Die beiden Schwestern Carmen Waibel und Birgit Bessom, Vorsitzende des Kinderschutzbunds Zweibrücken und der Kinderhilfe Zweibrücken, erklärten: „Wir freuen uns, den Kindern, die nicht in Urlaub fahren können, so wenigstens die Ferien etwas verschönern zu können.“ In diesem Jahr ging es beispielsweise neben den individuellen Schwimmbadbesuchen über die gesponsorte Schwimmbad-Karte oder die Pony-Tage auf dem Seelenhof bei dem Verein „Herz für Tier und Mensch“ ins Kino mit dem Film „Sing 2“ in ukrainischer Sprache, da viele Neuankömmlinge erst noch Deutsch lernen müssen, sowie in „League of Superstars“ auf Deusch.

Die Einladung zu einem Erlebnistag im Word of Fun hatten rund 150 Kinder mit Eltern und Geschwisterkindern angenommen. Sie stammen aus Deutschland, Syrien, der Ukraine und anderen Ländern dieser Erde. Von weitem schon waren fröhliches Schreien, Lachen und Quietschen aus dem zur Sicherheit eingenetzten Kletter-Rutschen-Bällchenbad zu hören. „Erst zählen, dann rutschen“, kommandierte ein kleines Mädchen, zählte bis drei und dann ließen sich die drei jungen Grazien johlend die Wellenrutsche hinunter sausen und landeten strahlend in dem bunten Bällchenbad. Hier wird die kleine Rony gerade von ihrer älteren Schwester Roya begleitet. „Sie hat heute Geburtstag, ist ein Jahr alt geworden“, erzählte ihre Mutter Brivon Hussein stolz, immer einen Blick auf den fünfjährigen Omer, der gerade mit anderen Kindern zusammen im Box-Auto fährt.

Ein riesiger Spaß für Kleinere und Größere bis hin zu den Erwachsenen. Roya selbst ist gefühlt überall. Bald klimmt sie eine der aufgeblasenen Steigen mit den Querbalken hoch, läuft über die Brücke im Netztunnel, saust die Rutsche hinunter oder veranstaltet eine Ball-Schlacht mit anderen Kindern. „Hier ist es voll schön. Alles macht Spaß, besonders diese Rutsche hier und die große Lila“, zählt die Neunjährige atemlos auf, um dann schnell wieder in ein Bewegungsspiel einzutauchen. Auf der großen Aufblas-Rutsche mit dem lilafarbenen Riesenkraken geht es ebenfalls hoch her. Gegenüber auf den Kletterbergen erproben sich junge Bergsteiger. Laufen und Toben ist eher angesagt, nur die Kleinen erholen sich nach dem Mittagessen mit Pizza, Pommes und Chicken McNuggets in dem kleinen Hubschrauber oder Auto. Die Tischfußball-Geräte finden weniger Beachtung. Dafür geht es nach der Mittagspause an den Bowling-Bahnen hoch her. Geduldig erklären und zeigen Mütter und größere Kinder den Kleinen, wie sie die große, schwere Kugel am besten halten und sicher auf die Bahn bringen. Anders Natalia und ihr siebenjähriger Sohn David. Die Ukrainerin holt schwungvoll und sichtlich gekonnt aus und wirft im ersten Wurf gleich neun der zehn Kegel um. Selbst der Sohnemann macht eine gute Figur. „Wir haben in der Ukraine viel gespielt. Hier in Deutschland ist es das erste Mal“, freute sie sich über die gute Gelegenheit, ihr Hobby noch einmal auszuüben.

Bevor sie an den Bowling-Spaß gingen, inspizierten die drei Töchter von KiSchuBu-Helferin Aida Dawoud, Maryam(18), Joudi (13) und Sima (12) die Indoor-Minigolf-Anlage. Die drei jungen Mädchen waren begeistert von den Licht-Effekten und vor allem von der farbenfrohen Gestaltung, die alte Kulturen von Inkas bis Ägypten ebenso inszenierten, wie die Antarktis, und probierten das eine oder andere Spielfeld aus. Sie unterstützten ihre Mutter, die seit sieben Jahren als ehrenamtliche Helferin den Kinderschutzbund Zweibrücken unterstützt und auch an diesem Tag „im Dienst“ war. „Ich habe fünf Kinder. Der Kinderschutzbund hat uns immer unterstützt und wir helfen hier“, erklärte die Kurdin dankbar. Sie hat in ihrer syrischen Heimat als Ingenieurin gewirkt und spricht fünf Sprachen, ebenso wie ihre Kinder. Sie haben dank der freundlichen Aufnahme und der herzlichen Unterstützung in Zweibrücken ein neues Zuhause gefunden.