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Zweibrücken ist Insolvenz-Hochburg

Zweibrücken ist Insolvenz-Hochburg

Entgegen dem Landestrend haben in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 die Unternehmer-Insolvenzen in Zweibrücken zugenommen. Mit 8,9 je 1000 wirtschaftlich aktivem Unternehmen bedeutet dies die Spitze unter allen kreisfreien Städten und Landkreisen.

Von vier auf zehn Insolvenzanträge hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

In Rheinland-Pfalz insgesamt gingen hingegen weniger Firmen pleite, um 8,9 Prozent sank die Zahl nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf 688. Von den beantragten Unternehmensinsolvenzen waren in Rheinland-Pfalz insgesamt 3215 Beschäftigte betroffen, die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze ging damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,9 Prozent zurück. Die meisten Insolvenzanträge stellten Unternehmen aus dem Baugewerbe (125 Unternehmen) und dem Wirtschaftszweig "Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" (118).

Noch deutlicher gingen laut Statistik in Rheinland-Pfalz die Verbraucherinsolvenzen zurück. Von Januar bis September wurden 2523 Fälle registriert und damit 14,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch in Zweibrücken ist hier ein Rückgang zu verzeichnen. 68 Menschen bedeuten demnach neun weniger als in den ersten drei Quartalen 2014. Nach Pirmasens, wo auf 10 000 Einwohner 25,4 Verbraucher-Insolvenzen kamen, rangiert die Nachbarstadt aber dennoch mit einer Quote von 20,0 pro 10 000 Einwohner auf Rang zwei.