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Zweibrücken investiert in Straßen, aber Sanierungsstau bleibt

Wosnitza: Überall Problem armer Städte : OB: Sanierungsstau bei Straßen nicht ganz auflösbar

Der neue Oberbürgermeister Marold Wosnitza hat beim Zweibrücker Neujahrsemüpfang (wir berichteten) zwar vor allem zuversichtlich nach vorne geblickt und auch die Arbeit seines verstorbenen Vorgängers Kurt Pirmann (ebenfalls SPD) sowie des bisherigen Stadtvorstand gewürdigt, die zu nahezu ausgeglichenen Haushalten 2017 und 2018 geführt habe.

„Neben dieser positiven Entwicklung, meine Damen und Herren, haben wir aber auch mit einem Investitionsstau zu kämpfen.“ Da sei Zweibrücken zwar kein Einzelfall: Bundesweit investierten stark verschuldete Kommunen ein Drittel weniger in ihre Infrastruktur als finanzstarke Kommunen. Der aktuelle Investitionsstau spiegele sich insbesondere im Zweibrücker Straßennetz wider: „Wir sind für über 220 Kilometer Straßen verantwortlich. Nach unserem Kämmerer beziffert sich unser Investitionsstau auf rund 90 Millionen Euro. Aktuell investieren wir in Fünf-Jahres-Paketen rund 10 Millionen Euro in die Sanierung unserer Verkehrsinfrastruktur.“

„Auch 2019 werden wir eine Reihe von Straßen sanieren – darunter die viel diskutierte Rosengartenstraße“, kündigte Wosnitza an. „Einen Fakt müssen wir aber in diesem Zusammenhang auch feststellen: Wenn wir in diesem Tempo weitersanieren, werden wir nie an einen Punkt kommen, an dem wir sagen können, jetzt sind alle Straßen tatsächlich in einem guten Zustand.“ Hier sehe er Diskussionsbedarf für den neuen Stadtrat.