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Zweibrücken investiert in Sommerferien in Schulgebäude

Bauarbeiten in etlichen Gebäuden in Zweibrücken in den Sommerferien : Zweibrücken hält seine Schulen in Schuss

Die Stadt hat die Ferien für Sanierungsarbeiten genutzt. Insgesamt wurden 110 000 Euro in Schulgebäude investiert.

Statt Schüler bestimmten in den letzten Wochen Handwerker das Geschehen in einigen Zweibrücker Schulen. „Seit vielen Jahren investieren wir in unsere Schul- und Kindergartengebäude“, berichtet Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD). Dabei nutze man die Sommerferien, um den Schulunterricht nicht zu stören. Die Investitionen seien der Stadt „sehr wichtig“ betont der OB (auch Baudezernent) auf Merkur-Anfrage.

„Wenn wir die Gebäude vernachlässigen, entsteht schnell ein Investitionsstau und wir bekommen längerfristig Probleme“, schildert Wosnitza die Situation. Die Folge wären größere Ausgaben für grundlegende Sanierungen. Angesichts der Zweibrücker Haushaltsnot wären das dann schwierige Entscheidungen. In den vergangenen Jahren wurde stets ein sechsstelliger Betrag für die Sanierungsarbeiten ausgegeben. Sogar bis in den mittleren sechsstelligen Bereich. In diesem Sommer waren es rund 110 000 Euro.

Bei den Maßnahmen ist die Stadt stets dabei, Förderprogramm zu nutzen, um weiter einen guten Zustand der Gebäude zu gewährleisten. In den letzten Wochen wurde der erste Bauabschnitt der Mehrzweckhalle am Helmholtz-Gymnasium (die ehemalige Feuerwehr-Fahrzeughalle) abgeschlossen. Unter anderem wurden der Gussasphalt-Boden aufgebracht und die Maler und Elektroarbeiten durchgeführt. Das Stadtbauamt beziffert die Kosten auf 25 000 Euro.

In der Mannlich-Realschule plus wurden 26 Klassensäle neu gestrichen. Die Kosten belaufen sich auf 23 000 Euro. In der Albert-Schweitzer-Grundschule in Ernstweiler, in der Pestalozzi-Grundschule, dem Hofenfels-Gymnasium und in der Berufsbildenden Ignaz-Roth-Schule wurden die Brandschutztüren instandgesetzt. Dafür wendete die Stadt insgesamt 38 000 Euro auf. Wosnitza: „Die Sicherheit der Schüler ist uns wichtig.“ Deshalb wurden auch die Alarmierungsanlagen der Sechsmorgen-Grundschule und der Berufsbildendenden Schule instandgesetzt. Die Elektro-Akustik-Anlagen für beide Schulen kosten 5400 Euro. Die Beleuchtung in der Westpfalzhalle wurde für rund 9500 Euro erneuert.

Ansonsten wurden in den Ferien weitere Bauunterhaltungsmaßnahmen ausgeführt. Die Tüv-Prüfungen für die technische Gebäudeausrüstung an den beiden Standorten der Herzog-Wolfgang-Realschule plus an der Wacken- und der Mozartstraße sowie in der Canadaschule kosten rund 7800 Euro. Weiter wurden Wartungsarbeiten an Brandschutztüren, an Dächern, an Feuerlöschern oder an Heizungen, Lüftungen und im Sanitärbereich durchgeführt.

In den Sommerferien wurde in der Ex-Feuerwehrfahrzeughalle unter anderem der neue Gussasphalt-Boden installiert. Foto: Lutz Fröhlich

Auch nach Abschluss der Arbeiten in den am Wochenende endenden Ferien hat die Stadtverwaltung die Sanierung der Gebäude weiter im Blick. Aktuell läuft die europaweite Ausschreibung für die energetische Dachsanierung der Berufsbildenden Schule, berichtet Wosnitza. Neben dem Zustand der Häuser investiert die Stadt auch an die digitale Ausstattung. Dazu wurden Anträge für Fördermittel aus dem Digitalpakt Schule beantragt und inzwischen genehmigt (wir berichteten).