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Zweibrücken: Gewobau will Minigolf-Anlage sanieren

Trotz schwacher Umsätze erhält Parcours Bewährungsfrist : Frischzellen-Kur für die Minigolf-Anlage

Die Minigolf-Anlage an der Schließ wird saniert. Dafür nimmt die Gewobau bis zu 30 000 Euro in die Hand. Trotz zuletzt schleppender Umsätze soll die Anlage eine weitere Bewährungsfrist von maximal zehn Jahren erhalten.

Die Minigolf-Anlage an der Schließ erhält eine Bewährungsfrist. Und nicht nur das: Die Anlage wird auch verschönert. Das erklärt Jörg Eschmann, neuer Chef der Gewobau in Zweibrücken, auf Anfrage unserer Zeitung.

„Wir hatten gerade eine Sitzung unseres Aufsichtsrates, darin ging es auch um die Minigolf-Anlage“, so Eschmann. Das Gremium habe entschieden: Die Minigolf-Anlage wird am Leben erhalten, sie bekommt eine Frischzellen-Kur – und nach maximal zehn Jahren wird dann geschaut, ob die Anlage weiter betrieben wird oder eben auch nicht.

Eschmann, seit Juni Geschäftsführer der Gewobau, weist daraufhin, dass die städtische Tochter „nicht so viel Geld investieren wird“, er taxierte die Verschönerungsarbeiten auf 20 000 bis 30 000 Euro.

Die Minigolf-Anlage bleibe in ihrer Größe und ihrem Charakter erhalten, es gehe darum, den Parcours „hübscher, attraktiver“, zu gestalten, so Eschmann.

Unter anderem sollen die Bahnen, die mittlerweile teils ramponiert sind, erneuert und frisch gestrichen werden, Hecken sollen geschnitten und der Platz in seinem ganzen Erscheinungsbild aufgewertet werden.

Nach der grundsätzlichen Entscheidung im Aufsichtsrat für diese Investition müsse die Gewobau nun erst einmal schauen, wer solche Arbeiten anbiete.

Die Gewobau werde abwarten, bis die diesjährige Saison zu Ende ist, dann könne Hand an den Platz gelegt werden. „Im Frühjahr 2020 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein“, blickt Eschmann voraus.

Dieses Jahr hat die Minigolf-Anlage eine eher bescheidene Summe eingespielt, erklärt der Geschäftsführer. Bis Ende Juli seien netto 2521,58 Euro Umsatz erzielt worden. Das sei ein gutes Stück weniger als im Vorjahr. 2018 waren es insgesamt immerhin noch 8460,29 Euro netto.

Auch wenn die Saison noch nicht zu Ende ist, wird laut Eschmann nicht mehr viel dazukommen. Im September und Oktober werde mit der Anlage erfahrungsgemäß noch ein Umsatz „von einigen hundert Euro“ gemacht.

Der Gewobau-Chef räumt ein, dass die schlechten Umsatzzahlen für 2019 natürlich auch darin begründet seien, dass die Anlage mittlerweile spürbar an Glanz verloren habe. Die geplante Auffrischung tue not. „Der Platz ist in keinem guten Zustand“, räumt Eschmann ein.

Dass die Gewobau sich dazu entschlossen hat, den Parcours zu verschönern, dürfte für manch einen Zweibrücker, dessen Herz daran hängt, eine schöne Nachricht sein. In den vergangenen zwei Jahren stand die Anlage wiederholt zur Disposition, in der Gewobau waren auch Äußerungen laut geworden, dass die Anlage nicht mehr zeitgemäß, dass Minigolf keine besondere Attraktion mehr sei und dass deshalb eine Schließung geprüft werden müsse.

Daraufhin war ein Protest laut geworden, einige Bürger hatten auch dazu aufgerufen, Solidarität mit der alten Anlage zu zeigen und sie wieder stärker zu nutzen (wir berichteten mehrfach) – mit Blick auf die schwachen Umsatzzahlen gerade in diesem Jahr muss allerdings festgehalten werden, dass es meist bei den Aufrufen blieb.

Aus diesem Grund will Gewobau-Chef Eschmann auch keine allzulange Bestandsgarantie für den Minigolf-Platz abgeben. „Wir machen jetzt diese Investition und dann schauen wir mal nach fünf oder zehn Jahren, wie es sich entwickelt hat, wie die Nachfrage ist.“

Es sei nicht auszuschließen, dass in spätestens zehn Jahren, wenn größere Besucherzahlen weiter ausbleiben, diese Freizeitadresse doch noch dichtgemacht wird. Aber vielleicht helfe es ja, wenn man das Angebot des Minigolf-Platzes mit dem des gegenüberliegenden Bootssteges kombiniere. Eschmann sagt, aus Sicht der Gewobau erscheine es sinnvoll, wenn künftig das Betreiben des Minigolf-Platzes sowie der Bootsverleih aus einer Hand kämen.

Derzeit ist dem nicht so. Die Gewobau zeichnet für den Minigolf-Platz verantwortlich (seit 2014 ist die Anlage an die Parkbrauerei und von dieser wiederum an die Roland Zadra Hotellerie Service KG, Betreiber des angrenzenden Wirtshauses und Biergartens, weiterverpachtet), der Bootssteg, der ebenfalls erheblich in die Jahre gekommen ist, wird von der Stadt selbst betrieben, der Bootsverleih ruht allerdings schon seit geraumer Zeit.

Das Kassenhäuschen des Minigolf-Platzes. Foto: Jan Althoff

Eschmann sagt, es sei natürlich die Entscheidung von Oberbürgermeister Marold Wosnitza, ob dieses Angebot gebündelt wird.