Stromproduktion auf dem eigenen Balkon Stadt fördert Balkonkraftwerke ab Juli

Zweibrücken · Wer eine kleine Photovoltaik-Anlage, ein sogenanntes Balkonkraftwerk, betreiben möchte, kann eine ganze Menge Stromkosten einsparen. Die Stadt Zweibrücken wird den Kauf solcher Anlagen unterstützen. Aber was sind die Voraussetzungen dafür?

 So könnten Balkone in Zweibrücken demnächst aussehen: Die kleinen Photovoltaikanlagen erzuegen Strom, der über eine Steckdose ins Hausnetz eingespeist wird.

So könnten Balkone in Zweibrücken demnächst aussehen: Die kleinen Photovoltaikanlagen erzuegen Strom, der über eine Steckdose ins Hausnetz eingespeist wird.

Foto: dpa/Jens Büttner

Ab dem 1. Juli können Zweibrücker eine Förderung für Balkonkraftwerke beantragen. Die Stadt unterstützt dies im Rahmen des Förderprogramms Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (Kipki). Zu den sogenannten Stecker-Photovoltaik-Anlagen zählen kleine Solaranlagen, die am Balkon, auf Flachdächern oder auf Terrassen installiert werden können. Ziel der Förderung ist der Ausbau der erneuerbaren Energien im Stadtgebiet.

Unterstützt wird die Neuerrichtung von Balkonkraftwerken mit einer maximalen Wechselrichterleistung von 800 Watt und minimal 300 Watt. Entscheidend ist dabei, dass die Anlage ab dem 1. Juli gekauft und errichtet wird. Liegt das Rechnungsdatum davor, kann die Anlage nicht gefördert werden.

Als Stecker-Photovoltaik werden in den Richtlinien Anlagen zur Erzeugnung von Strom mit einem oder mehrern Photovoltaikmodulen verstanden. Diese müssen unmittelbar über eine geeignete Steckdose an das Hausnetz angeschlossen sein. Die antragstellende Person verpflichtet sich zudem, die geförderte Anlage zehn Jahre lang im Zweibrücker Gebiet zu nutzen.

Die Förderhöhe beträgt für Anlagen mit einem Photovoltaik-Modul und einer Mindestleistung von 300 Watt 90 Euro. Für Anlagen mit zwei Photovoltaik-Modulen und einer Mindestleistung von 600 Watt gibt es 180 Euro. Je Wohneinheit wird maximal ein Balkonkraftwerk unterstützt. Die Antragstellung ist nur für Privatpersonen möglich.

Ein Antrag kann lediglich in digitaler Form über das auf der Homepage der Stadt Zweibrücken zur Verfügung gestellt Portal eingereicht werden. Derzeit wird dieses Online-Verfahren, dass über die Plattform Civento abgewickelt wird, noch fertiggestellt. Insgesamt ist das Programm mit 126 000 Euro ausgestattet. Sobald diese Summe ausgeschöpft ist, können keine weiteren Balkonkraftwerke bewilligt werden. Der Förderzeitraum endet spätestens Ende Februar 2026.

Dem Antrag müssen verschiedene Unterlagen als Kopie beigefügt werden. Dazu zählen die Kaufbelege beziehungsweise Handwerkerrechnungen mit Angaben zur Fachfirma, den angefallenen Gesamtkosten, der tatsächlich installierten Leistung und der entsprechende Zahlungsnachweis. Auch eine Bestätigung der Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur muss beiliegen. Zuletzt muss ein Foto des installierten Balkonkraftwerks angefügt werden.

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