Kurz vor Start: „Mini-Golf & Tretboot-Yachtclub“ Zu Ostern soll die Schließ neu aufblühen

Zweibrücken · Im März will das DRK die neuen Tretboote für das Freizeitgebiet an der Schließ nahe Berlin abholen. Um Ostern herum sollen sie zu Wasser gelassen werden. Traurig: Warum das DRK jetzt schon Sicherheits­maßnahmen vorbereitet.

 Still und starr ruht der See. Noch. Denn um Ostern herum soll das Freizeitgebiet an der Schließ neu aufblühen. Dann will das DRK die neuen Tretboote zu Wasser lassen. Damit können die Bürger den Schwarzbach erobern. Und die ebenfalls vom DRK betriebene Minigolf-Anlage gegenüber kann ebenfalls frisch in die Saison starten.

Still und starr ruht der See. Noch. Denn um Ostern herum soll das Freizeitgebiet an der Schließ neu aufblühen. Dann will das DRK die neuen Tretboote zu Wasser lassen. Damit können die Bürger den Schwarzbach erobern. Und die ebenfalls vom DRK betriebene Minigolf-Anlage gegenüber kann ebenfalls frisch in die Saison starten.

Foto: Mathias Schneck

Zweibrücken ist nah am Wasser gebaut. Schwarzbach und Hornbach fließen durch die Stadt, nicht zu vergessen der Bleicherbach, ein Seitenarm des Schwarzbachs. Das Rathaus spricht stolz von der „Stadt am Wasser“. So nah am Wasser – das ist schön und gut. Aber noch schöner ist: auf dem Wasser!

Es wird also Zeit für eine Wiederkehr der Tretboote an der Schließ. Sagt sich das Deutsche Rote Kreuz, das bereits den dortigen Minigolfplatz betreibt. Und überzeugt ist, dass es diesmal klappen wird mit dem Besucherzuspruch. Vor sechs, sieben Jahren war es schon einmal möglich, Tretboote an der Schließ zu mieten, die Nachfrage war an manchen Tagen auch rege, aber so richtig sprang der Funke dann doch nicht über.

Diesmal wird es ein Erfolg. Davon ist Hans Prager, Geschäftsführer des DRK Südwestpfalz, überzeugt. Die Rotkreuzler haben jede Menge Expertise in unterschiedlichsten Projekten gesammelt: Alleine in Zweibrücken sind es zwei Kioske im Bahnhof sowie die dortige Poststelle und Mobilitätszentrale, ferner betreiben die Helfer die Minigolfanlage an der Schließ. Nun kommt der Tretboot-Verleih hinzu.

„Eigentlich sollte der Verleih schon längst gestartet sein – aber uns ist immer wieder Corona dazwischengekommen“, bedauert Prager im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wie berichtet mussten die Rotkreuzler mehrfach das Abholen der in Auftrag gegebenen drei Tretboote verschieben. Das Unternehmen Seerose in Eberswalde oberhalb von Berlin fertigt diese für Zweibrücken an. „Es sind zwei klassische Tretboote plus ein weiteres, das für Rollstuhlfahrer geeignet ist“, erläutert Prager.

Das Spezialboot, das eine Verstärkung hat, damit es nicht umkippt, wenn es ein Rollstuhlfahrer nutzt, kostet 5000 Euro, die beiden anderen jeweils 3000 Euro, in der Summe werden also 11 000 Euro investiert.

Wobei das DRK sich über zwei Spender freuen darf: Gewobau und UBZ haben bereits erklärt, jeweils ein Boot zu übernehmen, für das dritte planen die Helfer eine Spendenaktion.

Prager hofft, dass die drei Boote Ende März abgeholt werden können. Je nach Wetterlage soll dann rund um Ostern das neue Freizeitangebot an der Schließ mit Minigolf und Tretboot-Verleih Besucher locken.

Das Emblem für die neue Attraktivität wurde bereits entworfen – und ist auf der Seite Minigolfplatz Zweibrücken https://drk-minigolf.de im Internet zu sehen.

„Mini-Golf & Tretboot-Yachtclub“ heißt es dort selbstbewusst. „Aber natürlich ist das auch ein wenig augenzwinkernd gemeint“, macht Prager deutlich. Dennoch schwingt da auch Stolz mit. Stolz auf die Stadt am Wasser, Stolz auf das Angebot, das für Besucher geschaffen wird.

 Der Minigolfplatz mit Tretboot-Verleih in der Herzogsstadt Zweibrücken wird vom Zweibrücker DRK Südwestpfalz online augenzwinkernd auch auch als „Golf & Yachtclub“ beworben (Screenshot).

Der Minigolfplatz mit Tretboot-Verleih in der Herzogsstadt Zweibrücken wird vom Zweibrücker DRK Südwestpfalz online augenzwinkernd auch auch als „Golf & Yachtclub“ beworben (Screenshot).

Foto: drk-minigolf.de

Prager ist davon überzeugt, dass der Tretboot-Verleih gut angenommen werden wird. Seit dem früheren Versuch der Stadt vor einigen Jahren hat sich an der Schließ viel getan. Es gibt dort jetzt ein Wirtshaus mitsamt Biergarten und Spielplatz, der Minigolf-Platz ist frisch saniert, wenige hunderte Meter weiter lockt der Wasserspielplatz „Stadt am Wasser“ auf dem Kleinen Exe.

Der Rosengarten als etablierter Touristenmagnet ist auch um die Ecke, ferner das Rosengarten-Hotel. Kurzum: Es gebe bei schönem Wetter für Gäste viele Möglichkeiten, sich in einem engen Radius aus diversen Freizeitangeboten etwas auszusuchen.

Die Preise für den künftigen Tretboot-Spaß hat das DRK bereits auf der erwähnten Internet-Seite veröffentlicht: 30 Minuten kosten 5,50 Euro, eine Stunde 8,50 Euro und zwei Stunden 14 Euro. eim Minigolf-Platz zahlen Erwachsene vier Euro, Kinder 2,50 Euro, der ermäßigte Preis beträgt drei Euro, es gibt ferner ein Familienticket (zwei Erwachsene und zwei Kinder zahlen insgesamt zehn Euro, jedes weitere Kind kostet einen Euro extra).

Für Familien gibt es ferner ein Kombiticket: eine Stunde Tretboot plus eine Familienkarte für Minigolf kosten dann 15 Euro.

Prager und seine Mannschaft freuen sich schon darauf, den Startschuss für die neue Saison zu geben. Rund um diesen Termin soll es auch ein Fest geben, nach Möglichkeit soll dieses an dem Wochenende Samstag, 7. und Sonntag, 8. Mai, stattfinden. „Der 8. Mai ist der Weltrotkreuztag, es ist der Geburtstag von Henry Dunant, dem Mitbegründer des Roten Kreuzes“, erklärt Prager. Dieses Fest, das gerade auch für die Helfer des DRK ein Dankeschön sein soll, sollte eigentlich schon 2021 durchgeführt werden, auch es musste coronabedingt verschoben werden.

Bei aller Vorfreude: Die Helfer dürfen unschöne Dinge nicht ausblenden. Der Minigolf-Platz wurde im vergangenen Juni, kaum war er aufwendig saniert, von Vandalen heimgesucht. Auch ein dort gelagertes Tretboot fiel den Vandalen zum Opfer: Sie schleppten es zum Schwarzbach (beobachtet von einer Überwachungskamera, sodass sie später ermittelt werden konnten) und warfen es die Fischtreppe hinunter. Die Gefahr droht natürlich, dass auch die Tretboote erneut destruktive Charaktere anziehen könnten. Der DRK-Chef hat dieses Problem auf dem Schirm, wie er deutlich macht.

„Ich habe bereits mit den Stadtwerken, die ja das gegenüberliegende Freibad betreiben, gesprochen. Freundlicherweise dürfen wir die Tretboote dort künftig außerhalb der Saison lagern. Auch die Frage, wo wir innerhalb der Saison die Tretboote festmachen, haben wir gelöst: Wir werden wohl einen Pfosten an der Uferseite des Freibades anbringen und dort die Tretboote anbinden.“ Das mache es Vandalen schwer, ihre Finger nach den teuren Booten auszustrecken.