Cousine bittet um Spenden Zwei Tote in Bubenhausen gefunden – Spendenaufruf klärt Identität von 24-Jähriger auf

Zweibrücken · In einem Haus in Zweibrücken-Bubenhausen wurden in der vergangenen Woche zwei Tote gefunden. Durch einen Spendenaufruf im Netz sind jetzt neue Details an die Öffentlichkeit gekommen. Auch eine Vermutung zum Hintergrund der Tat steht dort.

In einer Wohnung in Bubenhausen wurden zu Beginn der verganenen Woche zwei Leichen gefunden. Über die 24-Jährige Frau weiß man jetzt mehr.

In einer Wohnung in Bubenhausen wurden zu Beginn der verganenen Woche zwei Leichen gefunden. Über die 24-Jährige Frau weiß man jetzt mehr.

Foto: Samira Zimmermann

In der vergangenen Woche wurden in einem Haus in Bubenhausen zwei Tote gefunden. Bei der 24-Jährigen handelt es sich um eine junge Frau, die aus Marokko stammt. Ihre Cousine Noura Antar-Doudouh hat eine Spendenaktion gestartet, um den Leichnam zurück zu ihrer Familie zu bringen. Damit soll die Überführung des Leichnams in die Heimat, aber auch ihre Beerdigung finanziert werden.

Tote in Zweibrücken gefunden: Cousine bittet um Spenden

„Help Bring Chaimae‘s Body Home“, heißt der Spendenaufruf auf der Internetplattform „gofundme.de“. Das bedeutet übersetzt so viel wie: „Helfen Sie, Chaimaes Leiche nach Hause zu bringen“. Die 24-Jährige stammt demnach aus Rabat in Marokko. Die junge Frau soll in Zweibrücken im Nardini-Klinikum als Krankenschwester gearbeitet haben. Auf der Internetseite des Spendenaufrufs heißt es: „Chaimae widmete ihr Leben der Fürsorge für andere und brachte jedem, den sie traf, Licht und Freude“.

Da die Kosten für die Überführung von Chaimae beträchtlich seien, brauche die Familie Unterstützung. Die Kosten beziffert die Cousine auf rund 7000 Euro. Das angepeilte Ziel des Spendenaufrufs waren 3000 Euro. Das ist inzwischen weit überschritten. Am Montagnachmittag waren es 7455 Euro von insgesamt 302 Spendern. Damit sei die Familie im Stande, die Kosten für den Transport und die Beerdigung zu decken.

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Foto: dpa/Andreas Rosar

Die Cousine bedankt sich auf der Internetseite für alle, die sich beteiligt haben, lasse das Portal aber für weitere Spenden offen, um Chaimaes Mutter zu helfen. Diese habe einen Kredit aufgenommen, sodass ihre Tochter in Deutschland arbeiten konnte.

Cousine vermutet Beziehungstat

Noura Antar-Doudouh vermutet eine Beziehungstat. Auf der Internetseite des Spendenaufrufs erklärt sie, dass das Leben von Chaimae von ihrem Ex-Freund genommen worden sei. Um der jungen Frau zu Gedenken gibt es die Möglichkeit, auf der Webseite eine Kerze anzuzünden. Dort haben bereits mehrere Personen ihr Beileid ausgesprochen.

Es war am Montagabend, als in der Friedrich-Ebert-Straße ein großes Polizeiaufgebot herrschte. Ein 29-Jähriger hatte am Montagabend dort in einer Wohnung zwei leblose Menschen gefunden und deshalb die Beamten alarmiert (wir berichteten). Es handelt sich um eine 24-jährige Frau – die junge Chaimae aus Marrokko, wie wir jetzt wissen. Die Nachbarn kennen sie nicht, von Schreien oder Streit können sie ebenfalls nichts berichten. Auch die Leiche eines 34-Jährigen wurde gefunden. Über dessen Identität schweigt die Staatsanwaltschaft noch.

Nach der Obduktion der beiden Leichen in der vergangenen Woche geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus. Dies würde durch den vorliegenden Befund gestützt, teilte die Staatsanwaltschaft Zweibrücken am Mittwoch, 19. Juni, mit. Jetzt seien weitere rechtsmedizinische und kriminaltechnische Untersuchungen zur Rekonstruktion des Geschehens veranlasst worden. Hintergrund, Motiv sowie die Beziehung der betroffenen Personen seien ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.